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Es gibt Hohe Zahlungsmoral

Die Österreicher zahlen zunehmend pünktlich ihre Rechnungen. Der KSV, der die Zahlungsmoral der Österreicher nun seit zehn Jahren untersucht, sieht positiven Trend.

Während sie vor zehn Jahren ihre Schulden im Schnitt nach 48 Tagen beglichen und das gesetzte Zahlungsziel um 21 Tage überschritten, zahlten sie im Frühling 2006 bereits nach 37 Tagen und waren damit zwölf Tage im Verzug.

Der KSV, der die Zahlungsmoral der Österreicher nun seit zehn Jahren untersucht, sieht darin einen positiven Trend. Seit 2004 habe sich die Zahlungsmoral laufend verbessert. Der Grund für die „Verspätung“ ist nach Angaben der Gläubiger bei den Unternehmen in mehr als zwei Drittel der Fälle ein „momentaner Liquiditätsengpass“. Bei 42 Prozent der Schuldner wird aber vermutet, dass sie vorsätzlich das Zahlungsziel überschreiten, bei 40 Prozent Überschuldung. Daran hat sich über die Jahre auch nicht allzu viel verändert. Um die fälligen Beträge einzubringen setzen die Unternehmen in erster Linie das interne Mahnwesen in Gang.

Immer mehr Firmen bedienen sich aber auch professioneller Inkassobüros (56 Prozent) oder ihrer Anwälte (30 Prozent). Acht Prozent der Fälle landen bei Gericht. Dementsprechend sei die Zahl der Inkassofälle auf 1,7 bis 1,8 Millionen Fälle um fünf Prozent gestiegen.

Im Schnitt geht es dabei um rund 1.000 Euro und sehr oft um Handy- bzw. Strom- Rechnungen. Nach Branchen wird im Uhren- und Schmuckhandel am schleppendsten bezahlt und das Zahlungsziel von 22 Tagen um 18 Tage überschritten. Die flottesten Zahler finden sich hingegen im Gastgewerbe, wo das Zahlungsziel von vornherein nur 18 Tage beträgt und im Schnitt nur um 11 Tage überschritten wird. Im europäischen Vergleich liegt Österreich mit seinem Zahlungsverhalten gemeinsam mit den skandinavischen Ländern „im internationalen Spitzenfeld“. Die säumigsten Schuldner finden sich in Italien, wo nach 89 Tagen mit 22 Tagen Verzug bezahlt wird.

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