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Erster wirklicher Härtetest

Zwei Wochen nach dem WM-Auftakt in Australien geht am Sonntag (8.00 Uhr MEZ) in der Tropenhitze von Sepang mit dem Grand Prix von Malaysia der erste wirkliche Härtetest der "Formel-1-neu" in Szene.

Gab es in Melbourne dank des kühlen Wetters kaum Ausfälle, wird sich zeigen, ob die Motoren und die Reifen den neuen Ausdauer-Anforderungen auch bei tropischer Schwüle und Hitze mit Temperaturen um die 40 Grad bestehen. Österreichs F1-Piloten sind nach dem Auftakt-GP nicht nach Hause geflogen. Christian Klien bereitete sich auf Langkawi auf das Hitzerennen vor, Patrick Friesacher absolvierte zunächst in Adelaide PR-Termine und ist seit Samstag in Malaysia, wo er an der Verbesserung der Fitness werkte.

Der Malaysia-GP verspricht mehr Spannung als das Rennen in Melbourne, das fast ausschließlich von der bunten Startaufstellung nach dem verregneten Samstag-Qualifying lebte. Extremes Wetter und blitzartige Wetterwechsel stellen eine einmalige Herausforderung an Mensch und Material dar. Die Reifen müssen seit heuer ja das gesamte Wochenende halten, die Motoren sogar zwei Wochenenden. “Getrickst” hat in Melbourne nur BAR-Honda, das im Finish sowohl Jenson Button als auch Takuma Sato an die Boxen beorderte und daher in Malaysia straffrei neue Triebwerke benutzen kann. Die übrigen Teams müssen die Motoren von Melbourne benutzen oder eine Rückversetzung in der Startaufstellung hinnehmen. Zudem ist der Kurs südlich von Kuala Lumpur, auf dem zum siebenten Mal ein WM-Lauf ausgetragen wird, modern und breit, was mehr Überholmanöver zulässt.

Im Zentrum des Interesses steht neben dem in Australien dominierenden Renault-Team der zweite Auftritt der austro-englischen Formation Red Bull Racing, die in Melbourne mit den Plätzen vier (David Coulthard) und sieben (Klien) überraschend beide Autos in die Punkte gebracht hatte. “Man ist nur so gut wie des letzte Rennen. Melbourne war eine Moralinjektion, aber jetzt geht es wieder bei Null los”, gab sich Coulthard realistisch. Klien ist überzeugt: “Sepang wird das härteste Rennen des Jahres, aber wenigstens weiß ich schon, was mich erwartet. Dieser Grand Prix wird uns ein klareres Bild geben, wo wir im Vergleich zu den anderen wirklich stehen.”

Mehr Chancen auf eine Wiedergutmachung hat Weltmeister Michael Schumacher, der sich nach der Nullnummer von Melbourne kämpferisch gab. “Klar sind null Punkte zum Auftakt nicht das, was ich mir erhofft hatte. Wir haben aber auch gesehen, dass wir mit unserem Übergangsauto durchaus noch konkurrenzfähig sind – sogar mehr, als wir dachten.”

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