Erste Linie bei Capitals-Sieg gegen Alba Volan überragend

Meinungsverschiedenheit zwischen Rafael Rotter und Fehervar-Goalie Satosaari
Meinungsverschiedenheit zwischen Rafael Rotter und Fehervar-Goalie Satosaari ©Andreas Urban / sportreport.at
Der 5:2-Heimsieg der Vienna Capitals gegen Alba Volan am Freitagabend hatte sehenswerte Kombinationen auf dem Eis und gegen Ende auch fliegende Fäuste zu bieten.

Mit dem ersten Überzahlspiel (für die Gäste saß Gergo Nagy in der Kühlbox) der Capitals fiel der erste Treffer des Abends: Verteidiger Dan Björnlie traf mit einem Schlenzer genau ins Kreuzeck (4.). Trotz Chancenplus für die Ungarn bauten die Wiener ihre Führung aus, nach Traumpass von Benoit Gratton musste Pat Lebeau die Scheibe nur noch in das leere Tor bugsieren (11.). Bezeichnend für die glücklosen Offensivversuche von Alba Volan war ein Schuss an die Latte in der zwölften Minute.

Capitals bauen Führung aus
Auch im zweiten Drittel kombinierten die Gäste gefällig – das Tor machten aber wieder die Capitals. Pat Lebeau stocherte die Scheibe zum 3:0 über die Linie (28.). Schiedsrichter Dremelj erkannte den Treffer erst nach Videostudium an. Die Caps blieben gefährlich, Center Benoit Gratton sorgte in Überzahl für das 4:0 (37.).

Capitals verwalten den Vorsprung
Die kombinationssicheren Ungarn erarbeiteten sich im letzten Abschnitt einige Torchancen, scheiterten jedoch entweder an der eigenen Abschlussschwäche oder am großartig disponierten Capitals-Goalie Frederic Cassivi. Die knapp 4.000 Besucher in der Albert-Schultz-Halle konnten noch einen weiteren Treffer der Gastgeber bejubeln. Kevin Kraxner überlistete Fehervar Goalie Satosaari mit einem Schuss durch die Beine (50.). Erst in der 53. Minute erzielten die Ungarn durch Ladanyi den verdienten Ehrentreffer, Viktor Tokajis anschließendes Powerplay-Tor fiel unter die Rubrik Resultatkosmetik. Alba Volan konnte zwar über weite Strecken spielerisch überzeugen, am Ende gewannen die Capitals aufgrund der Effektivität im Angriff aber nicht unverdient.
 
Boxeinlagen mit der Schlusssirene
In einem von beiden Seiten bis dahin fair geführten Spiel eskalierte gegen Ende die Härte. In den letzten drei Minuten waren die Gäste aus Ungarn nach einer Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Dan Björnlie (erhielt nach einem Handgemenge sogar sieben Strafminuten) in numerischer Überlegenheit. Drei Sekunden vor dem Spielende kam es bei einem weiteren Handgemenge zu Spieldauerdisziplinarstrafen gegen Rafael Rotter und Gäste-Goalie Satosaari. Mit der Schlusssirene flogen erneut die Fäuste.

Kevin Gaudet (Trainer Vienna Capitals): „Wir waren bereit von der ersten Sekunde an. Alba Volan hat uns über 55 Minuten voll gefordert. Wir waren die bessere Mannschaft und haben verdient gewonnen. Die erste Linie hat heute Unterschied ausgemacht. Die beiden neuen Spieler (Anm.: Bootland bzw. Lemieux) haben erst drei Mal mit der Mannschaft trainiert. Dafür war Ihre Leistung in Ordnung. Enttäuscht bin ich vom Ende des Spiels. Einen Spieler für eine Schlägerei aufs Eis zu schicken, der keine Sekunde Eiszeit hatte, ist eine Schande für den Trainer des Gegners.“

Rafael Rotter (Vienna Capitals): „Es war ein rassiges Spiel. Wir haben verdient gewonnen weil wir die effektivere Mannschaft waren. Die letzte Spielminute würde ich nicht überbewerten. Nach dem Spiel gibt man sich die Hand, trinkt ein Bier und die Sache ist vom Tisch. Wobei die beiden Stockfouls von Fehervar Goalie Satosaari nicht ohne waren (Anm.: zu seiner Kontroverse in der letzten Minute). Mit meinen Linienkollegen zu spielen macht großen Spaß. Ich kann von beiden bei jedem Einsatz lernen. Unsere Formkurve zeigt wieder in die richtige Richtung.“

Kein Spieler oder Repräsentant von SAPA Fehervar war nach dem Spiel zu einer Stellungnahme bereit.

Vienna Capitals – SAPA Fehervar AV19 5:2 (2:0,2:0,1:2)
Wien, Albert-Schultz-Halle, 4.000, SR Dremelj
Tore: Björnlie (4.), Lebeau (11.,28.), Gratton (37./PP), Kraxner (50.) bzw. Ladanyi (53.), Tokaji
(56./PP)
Strafminuten: 41 plus 10 Selmser plus Spieldauer Björnlie, Rotter, Bouchard, Lakos bzw. 22
plus 10 Horvath plus Spieldauer Satosaari, Matchstrafe Benk

Weitere Ergebnisse der Erste Bank Eishockey Liga (51. Runde):

VSV – KAC 1:5 (1:2,0:2,0:1)
Black Wings Linz – Red Bull Salzburg 2:4 (0:2,1:2,1:0)
HK Jesenice – Graz 99ers 4:1 (2:0,1:0,1:1)
Olimpija Laibach – KHL Medvescak Zagreb 2:7 (2:3,0:4,0:0)

Tabelle:
  1. Graz 99ers        51 33 18  181 : 127  71
  2. Red Bull Salzburg 51 32 19  195 : 145  69
  3. Vienna Capitals   51 32 19  182 : 145  68
  4. Black Wings Linz  51 29 22  167 : 139  66
  5. VSV               51 26 25  150 : 171  54
  6. Medvescek Zagreb  51 24 27  152 : 172  54
  7. KAC               51 25 26  154 : 152  53
  8. SAPA Fehervar     51 23 28  155 : 175  52
  9. Olimpija Laibach  51 16 35  137 : 193  37
 10. Jesenice          51 15 36  141 : 195  37
Thomas Muck
In Kooperation mit sportreport.at
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