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Erste Gesichtstransplantation

Die erste Gesichtstransplantation weltweit steht bereits in den nächsten Wochen bevor. Für den Eingriff habe ein US-Ärzteteam Menschen mit schweren Gesichtsverletzungen ausgewählt.

Das berichtete die neue Präsidentin der Deutschen Gesellschaft der Plastischen Chirurgen, Marita Eisenmann-Klein. Die deutschen und österreichischen Fachgesellschaften beenden am Samstag ihre Jahrestagung in München.

Unter den Patienten sei eine junge Frau aus dem Irak, die bei einem Bombenattentat vollkommen entstellt wurde, sagte Eisenmann- Klein, die am Krankenhaus St. Josef in Regensburg arbeitet und auch stellvertretende Generalsekretärin des Weltverbandes Plastische Chirurgie ist. Derzeit warte man auf einen geeigneten Spender. Das wichtigste Kriterium sei die Gewebeverträglichkeit. Transplantiert werden Kopfhaut, Haut von Gesicht und Hals sowie die Hautmuskeln. Wegen der zahlreichen Nerven und Gefäße, die verbunden werden müssen, dürfte die Operation zwischen 24 und 36 Stunden dauern.

Bei den ausgewählten Menschen handle es sich um Patienten, denen anders nicht geholfen werden könne. Sie hätten keine Haare, keine Nasen und Ohren mehr. „Von ihrem Gesicht sei nichts übrig als Augen und Zähne“, berichtete Eisenmann-Klein. „Beim Anblick dieser Patienten bin ich zu der Überzeugung gekommen, dass es vertretbar ist, diesen Versuch zu machen.“

Die größte Sorge ist laut Eisenmann-Klein die Gefahr der Abstoßung. „Erfreulicherweise war die Abstoßungsreaktion im Tierversuch geringer als erwartet.“ Vertrage der Patient das Spendergewebe nicht, müsse das Gesicht unter Umständen wieder abgenommen werden. Bei den weltweit bisher 24 Patienten mit transplantierten Händen hätten in zwei Fällen die Hände wieder amputiert werden müssen, in vier weiteren Fällen kämpften die Betroffenen mit wiederholten Abstoßungsreaktionen.

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