Erste Ergebnisse der Hypo-Sonderkommission

SOKO geht von 20 Beschuldigten aus
SOKO geht von 20 Beschuldigten aus ©APA (Eggenberger)
Die vom Innenministerium zur Aufklärung des Hypo-Skandals eingesetzte "SOKO-Hypo Alpe Adria" kann nach einem halben Jahr Ermittlungen erste Ergebnisse vorweisen. Sie geht jetzt von 20 Beschuldigten aus, gegen die wegen des Verdachts der Untreue, des Betruges oder der Bilanzfälschung ermittelt wird, berichtet der "ORF-Kärnten" am Sonntag.

Die Soko soll um drei Ermittler aufgestockt werden. Sie wird mit Projektgruppen weiterarbeiten, die dann einzelne Deals der Hypo Group Alpe Adria in Kroatien, Serbien, Bulgarien und Deutschland durchleuchten sollen.

Die 15 Wirtschaftsprofis des Bundeskriminalamtes haben ihre Erkenntnisse in einem 50.000 Seiten umfassenden Ermittlungsakt zusammengetragen. 2,5 Millionen Aktenseiten von 17 Hausdurchsuchungen wurden analysiert. Die Kriminalisten haben bis jetzt 1.700 Firmengeflechte gefunden und 120 Vernehmungen geführt.

In mehreren Medien – Kärntner Tageszeitung (KTZ), profil und “Österreich” – erscheinen an diesem Wochenende Auszüge aus einem “geheimen” Tagebuch von Tilo Berlin. Der frühere Chef und Miteigentümer der Hypo Group beschreibt darin auf 33 Seiten Gespräche mit den Spitzenvertretern vom Land Kärnten, der Grazer Wechselseitigen Versicherung (Grawe) und der BayernLB. “Das ist nur seine höchst eitle Sicht der Dinge. Es kann Aussagen vor dem Ausschuss nicht ersetzen”, zitiert “Österreich” den Chef des Kärntner Untersuchungsausschusses, Rolf Holub, dazu.

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