"Erreichen bald den Point of no Return"

#fridaysforfuture vor dem Bregenzer Landhaus.
#fridaysforfuture vor dem Bregenzer Landhaus. ©fridaysforfuture
Vorarlberg ruft Klimanotstand aus

Von Harald Küng (Wann&Wo)

In Vorarlberg herrscht Klimanotstand. WANN & WO sprach mit der #fridaysforfuture-­Bewegung, was das nun für das Ländle bedeutet.

Angestoßen von der jungen Bewegung hat das Land Vorarlberg vergangene Woche den Klimanotstand ausgerufen – für die Umweltaktivisten ein erster wichtiger Schritt zur Lösung der Klimakrise. „Die Schüler und Schülerinnen des Landes haben bewiesen, dass man durchaus Einfluss auf die politischen Gremien haben kann“, freut sich Aaron Wölfling, Sprecher von #fridaysforfuture_vorarlberg über den Entscheid der Landesregierung.

„Netto-Null bis 2030“

Mit dem Beschluss geht ein 6-Punkte-Maßnahmenpaket einher: Priorität auf Klimaschutz, Erreichen der Pariser Klimaziele, Gesetzesbeschlüsse mit Blick auf Energieautonomie und Klimaschutz, weniger Treibhausgase, Sanierungsquote von drei Prozent sowie eine ökologische Steuerreform und ein Finanzierungsinstrument für die Energieautonomie 2050. „Diese Maßnahmen sind aber nicht ausreichend“, so Wölfling weiter. „Damit die Chance auf eine Eindämmung der Klimakrise gegeben ist, müssen wir so frühestmöglich ein Netto-Null an Emissionen erreichen. Wir fordern deshalb, dass dies bis 2030 der Fall ist. Ändern wir nichts, haben wir Berichten der IPCC (International Panel on Climate Change) und APCC (Austrian Panel on Climate Change) im Jahr 2030 den ,Point of no Return‘ erreicht.“

„Ernst der Lage“

Der Bevölkerung werde nun der Ernst der Lage vor Augen geführt, so Wölfling abschließend: „Wer Fakten wie den Treibhauseffekt und die damit zusammenhängenden Naturkatastrophen nicht wahrhaben will, rennt vor der Wahrheit davon. Die Politik ist nun zum raschen Handeln aufgefordert – und es gibt noch viel zu tun.“

#fridaysforfuture_vorarlberg: Flurreinigung und Großstreik

#fridaysforfuture ist im Ländle weiterhin aktiv. Am Freitag, dem 19. Juli, lädt die Bewegung zur großen Flurreinigungsaktion rund um dem Bahnhof Dornbirn-Schoren und entlang der Dornbirner Ach. Im Herbst steht zudem am 27. September der nächste #fridaysforfuture-Großstreik in Bregenz auf dem Programm, bei dem erstmalig auch Gewerkschaften und die arbeitende Bevölkerung zur Teilnahme aufgerufen werden.

Drei tipps, um den eigenen ökologischen Fingerabdruck zu reduzieren:

  • Energiesparen: Ökostrom nutzen und auf Solar-panele umrüsten. Auf die rich-tige Raumtemperatur (üblicher-weise genügen 22 Grad) achten und richtig lüften (Stichwort „Stoßlüften“). Die Heizung sollte zudem immer bestens gewartet sein.
  • Mobilität: Der Verkehr ist ein riesiges Pro-blem im Ländle. Deshalb: Das Auto auch einmal stehen lassen, Fahrgemeinschaften nutzen und vermehrt öffentliche Verkehrs-mittel zurückgreifen. Für kurze Strecken aufs Rad umsteigen und Kurzstreckenflüge vermeiden.
  • Ernährung: Die Fleischproduktion trägt einen großen Teil zu den Klima-gasen bei. Regional einkaufen und darauf achten, wie die Pro-dukte hergestellt wurden. Nach Möglichkeit darauf achten, dass die Nahrungsmittel nicht unnö-tig in Plastik verpackt sind.

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