Ermittlungen gegen mutmaßliches Corona-"Komplott" wurden eingestellt

Es kam zur Einstellung von Ermittlungen.
Es kam zur Einstellung von Ermittlungen. ©APA/HELMUT FOHRINGER (Symbolbild)
Die Ermittlungen gegen mutmaßliche radikale Corona-Maßnahmen-Gegner wurden von der Staatsanwaltschaft Ried eingestellt, bestätigte Sprecher Alois Ebner einen Bericht in der "Kronen Zeitung" (Montagsausgabe).

Die Männer hatten sich in einer Chat-Gruppe unter anderem über den Bau von Splitterbomben, Molotowcocktails oder den Kauf von Waffen unterhalten. Zudem wurden im Mai vergangenen Jahres Waffen und Munition sichergestellt. Anfangs habe es "wilder ausgesehen", meinte Ebner.

Staatsanwaltschaft Ried ermittelte gegen mehrere Personen

Konkret hatte die Staatsanwaltschaft Ried wegen des Verdachts des "verbrecherischen Komplotts" und der "vorsätzlichen Gefährdung durch Sprengmittel" gegen acht Männer in Oberösterreich, Wien und Vorarlberg ermittelt. Ausgangspunkt war eine geschlossene Telegram-Gruppe, in der sich die offenbar radikale Corona-Maßnahmen-Gegner absprochen hatten.

Staatsanwaltschaftssprecher: "Eigenartige Persönlichkeiten"

Wie sich inzwischen herausstellte, dürften sich die Verdächtigen jedoch mit ihren Kommentaren gegenseitig hochgeschaukelt haben. Ebner beschreibt die Männer als "eigenartige Persönlichkeiten", von denen eher keine Gefahr ausgehe. Im Mai 2021 hatte der damalige Innenminister und jetzige Kanzler Karl Nehammer (ÖVP) in Wien über die Razzia gegen jene Gruppe informiert, alles sah damals auch "hochgefährlich aus", meinte der Staatsanwaltschaftssprecher. Es zeigte sich jedoch, dass einige Waffen "keine echten" gewesen seien, andere legal besessen wurden. Gegen sieben Verdächtige wurden daher nun die Ermittlungen eingestellt. Gegen eine Person aus Oberösterreich wird jedoch wegen des Verdachts der Wiederbetätigung weiter ermittelt. Sie soll vor Jahren einschlägige Nazi-Bilder verschickt haben.

(APA/Red)

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