Ermittlungen beim OÖVV wegen "Impfen ist Mord"-Bus

Ein Bild zeigt einen Bus des Oberösterreichischen Verkehrsverbundes mit der Aufschrift "Impfen ist Mord".
Ein Bild zeigt einen Bus des Oberösterreichischen Verkehrsverbundes mit der Aufschrift "Impfen ist Mord". ©privat
Ein Bild eines Linienbusses auf dem in Leuchtschrift "Impfen ist Mord" prangt beschäftigt den Oberösterreichsichen Verkehrsbund (OÖVV). Die Ermittlungen laufen. Bei der Polizei wurde Anzeige erstattet.

Ein auf Social Media kursierendes Bild eines Linienbusses, welches ein Leserreporter auch Vienna.at zukommen ließ, beschäftigt den Oberösterreichischen Verkehrsverbund (OÖVV). Wo normalerweise Linien-Nummer und Fahrziel zu lesen sind, prangt in Leuchtschrift "Impfen ist Mord". Die internen Ermittlungen laufen auf Hochtouren, auch bei der Polizei wurde Anzeige erstattet, hieß es beim OÖVV am Montag. Theoretisch kommen 19 Fahrer oder Fahrerinnen infrage, die alle leugnen, die Schrift eingegeben zu haben. Von einer Fälschung geht man eher nicht aus.

"Impfen ist Mord"-Schriftzug war auf OÖ Linienbus zu sehen

Das Bild tauchte in der Nacht auf Samstag im Vorfeld der Corona-Demos in Wien auf Social Media auf, zuerst wurde es im Messagerdienst Telegram geteilt. Zu sehen ist ein Linienbus des OÖVV, der offenbar gerade am Busterminal des Linzer Hauptbahnhofs wegfährt. Es ist dunkel, das Kennzeichen ist nicht erkennbar.

OÖVV und Dr. Richard distanzieren sich von der Aktion

"Das Bild hat keinen Zeitstempel, wir wissen nicht, wann es aufgenommen wurde", so ein Sprecher des OÖVV auf APA-Anfrage. Daher sei nicht zu sagen, welcher Chauffeur Dienst hatte. Fest stehe, dass es sich um einen Bus des Unternehmens Dr. Richard handle, das für den OÖVV fährt. Sowohl OÖVV als auch Dr. Richard distanzieren sich vehement von der Aktion. Man sei "entsetzt" und versuche derzeit, den Urheber auszuforschen.

In Frage für die Aktion kommen 19 Busfahrer

Die Schrift könne nur vom Lenker in einer Pause oder nach Dienstschluss verändert worden sein, hieß es beim OÖVV. Infrage kommen theoretisch 19 Fahrer, die alle abstreiten, etwas damit zu tun zu haben. Sollte sich zweifelsfrei feststellen lassen, dass ein Mitarbeiter dafür verantwortlich ist und wer das ist, sei die Kündigung die einzig möglich Konsequenz. Dass es sich bei dem Bild um eine Fälschung handelt schließe man derzeit eher aus. Ebenso hält man es für extrem unwahrscheinlich, dass ein "sehr gut informierter Fahrgast" die Schriftanzeige umprogrammiert haben könnte.

(APA/Red)

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