Ermittler hoffen auf Widersprüche im Alibi

Der Fundort der Leiche bei Nickelsdorf
Der Fundort der Leiche bei Nickelsdorf ©APA
Im Fall des verbrannten Mordopfers Lydia D., deren Leiche in einem Feld bei Nickelsdorf (Bezirk Neusiedl am See) entdeckt wurde, wird derzeit das Alibi des Verdächtigen auf Widersprüche überprüft.
Ermittlungen schwierig
Mordopfer ist aus Wien
U-Haft verhängt

Das sagte Oberstleutnant Norbert Janitsch vom Landeskriminalamt (LKA) Burgenland am Donnerstag zur APA. Die Ermittler hoffen, dass dem 58-jährigen Bekannten der Wiener Pensionistin bei seinen Angaben ein Fehler unterlaufen ist, so Janitsch.

“Andere Verdächtige gibt es im Moment nicht”, erklärte der Oberstleutnant, “der Mann ist unser Brennpunkt”. Derzeit würden alle Informationen über den 58-Jährigen Österreicher mit argentinischen Wurzeln überprüft. “Das ist alles sehr komplex und beschäftigt das ganze Haus.” Die Beweislage habe sich seit Verhängung der Untersuchungshaft am Mittwoch nicht geändert, auch beim Motiv gebe es laut Janitsch keine Neuigkeiten – “das sind alles Spekulationen”.

Konzentration auf den Hauptverdächtigen

In andere Richtungen werde momentan nicht ermittelt, sagte Janitsch. “Irgendwann möglicherweise werden wir die Ermittlungen in anderen Bereichen wieder aufnehmen”, so der Oberstleutnant. Denn eventuell könnte der Hauptverdächtige als solcher auch ausscheiden: “Es gilt ja nicht nur seine mögliche Schuld, sondern auch seine mögliche Unschuld zu beweisen”, betonte der Einsatzleiter.

Die Ermittler selbst haben laut Janitsch aus Erfahrungen bisheriger bzw. ähnlicher Fälle eine eigene Prioritätenliste erstellt: “Diese wird jetzt abgearbeitet. Aber das braucht alles seine Zeit”, erklärte der Oberstleutnant. Hinweise zum Tattag, dem 20. Juli “hat es schon gegeben”, sagte der Beamte, “aber wir müssen hier die einzelnen Hinweise und Informationen miteinander vergleichen und überprüfen”. Würden einzelne Details übereinstimmen, könne man diese Erkenntnisse laut Janitsch als Indiz werten.

Der Verdächtige soll laut LKA und Staatsanwaltschaft eine Nahbeziehung zum Opfer gehabt haben, zumindest gehe man aufgrund der Beweislage davon aus. Außerdem gebe es Hinweise darauf, dass der Mann und die 72-jährige Pensionistin am Tag der Tat in Kontakt gewesen sein.

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