Ergebnisse der Volksbefragung: Wien mit geringster, NÖ mit höchster Beteiligung

Die Volksbefragung hatte generell eine hohe Beteiligung.
Die Volksbefragung hatte generell eine hohe Beteiligung. ©APA
Mit Wien (40,2 Prozent) und NÖ (58,8 Prozent) finden sich sowohl das Land mit der höchsten als auch jenes mit der niedrigsten Beteiligung in Ostösterreichs - wobei allerdings neun der zehn Gemeinden mit der geringsten Beteiligung in Tirol liegen. In Wien wünschte sich der "grüne Bezirk" Neubau am meisten das Berufsheer.
Vorläufiges Endergebnis
Nur Wien will Berufsheer
Geringste Beteiligung in Wien
Ticker zum Nachlesen
Norbert Darabos wählt
Bundeskanzler Faymann bei der Befragung
Spindelegger bei der Stimmabgabe
Entscheidung über Wehrpflicht

Insgesamt fiel die Beteiligung an der ersten österreichweiten Volksbefragung viel besser aus als zuvor vermutet.

48,99 Prozent erreichte die Beteiligung schon am Wahlabend, mit den Briefwahlstimmen – die morgen, Montag, ausgezählt werden – dürften es noch deutlich über 50 Prozent werden.

Als Musterschüler in Sachen direkter Demokratie erwiesen sich die Bewohner von Grabern, einer Gemeinde mit rund 1.000 Stimmberechtigten im niederösterreichische Weinviertel: Dort nahmen 82,5 Prozent an der Volksbefragung teil.

NÖ als “Musterschüler” der Volksbefragung

Auch Platz 2 ging an eine Weinviertler Gemeinde, Großhofen, mit 78,0 Prozent Beteiligung. Platz 3 nimmt eine oststeirische Gemeinde, Oberrettenbach (Bez. Weiz), ein, mit 77,2 Prozent. Die übrigen sieben der “Top 10” sind allesamt niederösterreichische Gemeinden.

Die geringste Beteiligung weist Jungholz im Tiroler Bezirk Reutte auf, mit nur 24,5 Prozent, gefolgt von Gerlosberg (Bez. Schwaz) und Ladis (Bez. Landeck). Nur eine der zehn Gemeinden mit der niedrigsten Beteiligung liegt nicht in Tirol – nämlich Unterpremstätten, eine steirische Gemeinde im Bezirk Graz-Umgebung (32,3 Prozent).

Wien: Grünes Neubau hat meiste Berufsheer-Fans

Das rote Wien hat sich bei der Heeres-Volksbefragung am Sonntag als einziges Bundesland für ein Berufsheer entschieden. Laut vorläufigem Endergebnis votierten 54,2 Prozent für ein Profiheer. Die meisten Fans für das SPÖ-Modell fanden sich aber keineswegs in einem sozialdemokratisch geführten Bezirk.

Ausgerechnet Neubau, Wiens einziger Bezirk mit einem grünen Vorsteher, verzeichnete mit 60,9 Prozent den größten Anteil an Wehrpflichtgegnern, wie ein Blick auf die Detailergebnisse zeigt. Die höchste Beteiligung in Wien verzeichnete Hietzing mit 48,5 Prozent. Am wenigsten Interesse an der Heeres-Befragung zeigten hingegen die Einwohner des 15. Bezirks. Dort machten lediglich 34,8 Prozent der Berechtigten ein Kreuzerl.

Überblick über die Ergebnisse in Wiens Bezirken.

(APA/Red.)

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