Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Enormer Ausfall am Immobilienmarkt wegen Corona-Krise

Nach dem Lockdown zur Hochsaison hat die Immobranche mit Umsatzeinbußen zu kämpfen.
Nach dem Lockdown zur Hochsaison hat die Immobranche mit Umsatzeinbußen zu kämpfen. ©APA (Sujet)
Der Corona-Shutdown kam für die Immobilienbranche gerade zur Hochsaison denkbar ungünstig. Angebot und Nachfrage brachen erheblich ein, mit dem Aufholen des Umsatzes bis Ende 2020 wird nicht gerechnet.

Der Shutdown wegen der Coronavirus-Pandemie hat bei Wohn- und Gewerbeimmobilien Angebot und Nachfrage einbrechen lassen. Der Ausfall der Aufträge sei "enorm" und könne nicht aufgeholt werden, erklärte der Präsident des Immobilienring Österreich (IR), Georg Spiegelfeld, am Dienstag. Die Immo-Werbung werde durch die Krise umgekrempelt, und die Digitalisierung erfahre einen Megaschub.

Angebot und Nachfrage deutlich eingebrochen

Bei der Hälfte der Immo-Makler-Unternehmen sei ein Teil der Mitarbeiter in Kurzarbeit, aber nur fünf Prozent wollten staatliche Hilfspakete in Anspruch nehmen, ergab eine Befragung unter rund 400 IR-Maklern Mitte Mai.

Nur elf Prozent der Befragten glauben, den Umsatzeinbruch bis Ende 2020 aufholen zu können, auch wenn sich seit Öffnung ein Besichtigungsboom abzeichne. Denn der Shutdown habe gerade zur Hochsaison für Wohnimmobilien stattgefunden, so IR-Vizepräsident Andreas Gressenbauer in einer Aussendung.

Krise hat kaum Auswirkungen auf Wohnungsmarkt-Preise

Der Schock durch den Shutdown sei groß gewesen, Anfragen und Angebote seien eingebrochen. Deutlich rückläufig waren laut IR die Anfragen bei Wohn- und Gewerbeimmobilien, am meisten betroffen Geschäftslokale, am wenigsten Grundstücke. Zugleich sei das Angebot von Eigentumswohnungen, Einfamilienhäusern und Grundstücken stark gesunken. Bei Mietwohnungen habe es dagegen nur einen leichten Rückgang gegeben, bei Geschäftslokalen sei das Angebot ausreichend geblieben.

Bei der Preisentwicklung am Wohnungsmarkt sei die Coronapanik überschaubar - mit Ausnahme von Gewerbeimmobilien und Geschäftslokalen. Bei diesen sei nämlich aktuell keine Preissteigerung abzusehen. Bei Wohnimmobilien seien stabile bis leicht nachgebende Preise zu sehen. Vorhersagen seien wegen Rezession, Kurzarbeit und steigender Arbeitslosigkeit aber schwierig. Selbst Vermögende hätten Verluste an den Finanzmärkten zu verzeichnen.

AirBnB-Markt derzeit nicht verfügbar

Der AirBnB-Markt sei für unbestimmte Zeit nicht mehr verfügbar, erklärt Spiegelfeld: "Die meisten AirBnB-Wohnungen werden wieder dem Mietmarkt zufließen. Auch Mietwohnungen werden wieder ein Revival erleben. In unsicheren Zeiten wird Miete bevorzugt." Bei Grundstückspreisen sei noch immer etwas Luft nach oben, denn diese seien mittlerweile ein Anleger-Klassiker.

Megaschub für Digitalisierung

Bei den Anforderungen an die Kommunikation zu Immobilien-Suchenden habe die Coronakrise den Veränderungsprozess beschleunigt, sagt Spiegelfeld. Die Branche habe in dieser kurzen Zeit einen Mega-Digitalisierungsschub erfahren. Digitale Plattformen seien noch wichtiger geworden. Mehr als die Hälfte der IR-Kanzleien habe vor allem Social-Media-Kanäle wie Facebook und Instagram gepusht, aber auch auf Plattformen sei mehr inseriert worden.

Die großen Verlierer seien hier mit einem Rückgang von rund 60 Prozent die Printmedien - obwohl die Nutzer- und Leserzahlen so groß gewesen seien wie lange nicht. Forciert eingesetzt hätten die Makler die klassischen Vertriebs- und Marketingformen wie Telefon, virtuelle Besichtigungen, Zoom, Plakate vor Ort und Direktakquise, um mit den Kunden in Kontakt zu bleiben.

(APA/Red)

  • VIENNA.AT
  • Österreich
  • Enormer Ausfall am Immobilienmarkt wegen Corona-Krise
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen