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Endlich Einigung bei Pflege-Korridorzug mit Rumänien erzielt

Edtstadler zeigte sich über die Einigung mit Rumänien erfreut.
Edtstadler zeigte sich über die Einigung mit Rumänien erfreut. ©APA/GEORG HOCHMUTH
Nach Klärung der letzten Details gibt es nun grünes Licht für den Korridorzug aus Rumänien, der 24-Stunden-Pflegerinnen nach Österreich bringen soll.

Wien und Bukarest haben sich nach wochenlangem Ringen auf die Modalitäten für einen Korridorzug geeinigt, der rumänische Pflegekräfte nach Österreich bringen soll.

Korridorzug aus Rumänien soll 24-Stunden-Pflege sichern

Dies teilte Europaministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) am Donnerstagabend der APA mit. Sie äußerte sich auch für den rumänischen Verkehrsminister Lucian Bode, der vor zwei Wochen österreichischen Angaben zum Zug widersprochen hatte.

"Auch in Krisenzeiten muss bei strikter Einhaltung der Vorschriften der Gesundheits- und Grenzbehörden die Arbeitnehmerfreizügigkeit gewährleistet werden können", betonten die beiden Minister nach einer Mitteilung der ÖVP-Politikerin.

Erster Zug startet am 10. Mai

Der erste Korridorzug werde am 10. Mai im rumänischen Timisoara (Temesvar) über Ungarn nach Österreich starten, hieß es in der Mitteilung weiter. Dieser Zug steht rumänischen Betreuerinnen mit Arbeitsplatz in Österreich bei Bedarf zur Verfügung. Die Organisation erfolgt durch die Wirtschaftskammer Österreich, die ÖBB stehen als Mobilitätspartner zur Verfügung.

"Dabei muss sichergestellt werden, dass alle Vorgaben der Behörden zum Schutz der Reisenden eingehalten werden", unterstrich Edtstadler. Sie wies darauf hin, dass die Auswirkungen der Grenzschließungen auf die Arbeitnehmerfreizügigkeit im Bereich der 24-Stunden-Betreuung "enorm spürbar" seien, "da viele Betreuerinnen aus dem Ausland stammen und derzeit nur sehr eingeschränkt zu ihrem Arbeitsplatz bzw. zurück in ihre Heimat kommen können". Die Sicherung der 24-Stunden-Betreuung in Österreich habe "hohe Priorität" für die türkis-grüne Bundesregierung.

33.000 Personen in Österreich auf Ganztags-Betreuung angewiesen

Laut Edtstadler sind österreichweit rund 33.000 Personen auf Ganztags-Betreuung angewiesen, wobei viele Betreuerinnen und Betreuer aus Rumänien stammen. SIe hätten durch die geltenden Restriktionen kaum die Möglichkeit, durch Kolleginnen und Kollegen abgelöst zu werden.

Organisiert werden die Transporte vom Fachverband der Personenbetreuer in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Wie dessen Obmann Andreas Herz mitteilte, stehen die notwendigen Informationen unter www.daheimbetreut.at zur Verfügung. "Konkret können Buchungen unter Personenbetreuung-zug@btu.at sowohl von Agenturen als auch von Familien ohne Agenturen vorgenommen werden", so Herz.

Derzeit Buchungen für drei Züge möglich

Wie aus einem auf der genannten Seite veröffentlichten Dokument hervorgeht, sind derzeit drei Züge zur Buchung offen, am 10. Mai (Timisoara-Wien), am 12. Mai (Wien-Timisoara) und am 13. Mai (Timisoara-Wien). In jedem Zug gebe es 300 buchbare Plätze für Vermittlungsagenturen und 50 Plätze für Privatpersonen.

Die Züge seien über Nacht unterwegs, wobei in jedem Liegewagenabteil vier Personen untergebracht werden. Somit bleiben zwei Liegen pro Abteil frei. Nach der Ankunft in Wien-Schwechat werden die Betreuerinnen und Betreuer in ein Hotel am Flughafen gebracht, wo Coronavirus-Tests gemacht werden. Alle negativ Getesteten können dann von den Agenturen oder Familien abgeholt werden. Die Fahrt kostet 100 Euro, der Test 105 Euro sowie die Unterbringung im Hotel 74 Euro.

(APA/Red)

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