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Empörung über Forderung der Sonntagsöffnung

Einkaufszentren hatten sich für eine teilweise Öffnung am Sonntag ausgesprochen.
Einkaufszentren hatten sich für eine teilweise Öffnung am Sonntag ausgesprochen. ©pixabay.com (Sujet)
Die Gewerkschaft und SPÖ Burgenland lehnen die Forderung einer teilweisen Öffnung der Geschäfte an Sonntagen ab. Das wäre laut SPÖ ein Schlag ins Gesicht für alle Arbeitnehmer im Handel.
Erneut Sonntagsöffnung gefordert

Die Gewerkschaft sowie die SPÖ Burgenland erteilen dem Wunsch nach einer teilweisen Öffnung der Geschäfte am Sonntag eine klare Absage.

Es sei unverschämt, für Beschäftigtengruppen, die in den letzten Wochen unglaubliches für die Gesellschaft geleistet haben, die Arbeitsbedingungen verschlechtern zu wollen, sagte GPA-Vorsitzende Barbara Teiber am Dienstag laut einer Aussendung.

Sonntagsöffnung wäre "Schlag ins Gesicht" für Handelsangestellte

Eine Sonntagsöffnung wäre "weder sinnvoll noch gerecht" und überdies "ein Schlag ins Gesicht für alle Arbeitnehmer im Handel, die in den letzten Wochen fast übermenschliches geleistet haben", so auch der Klubobmann der SPÖ Burgenland, Robert Hergovich.

Die Mitarbeiter im Handel hätten sich eine Diskussion über eine faire Entlohnung von mindestens zehn Euro pro Stunde verdient, statt einer "Bestrafung durch Sonntagsarbeit", argumentierte der SPÖ-Politiker. Die Sonntagsöffnung schade den vielen Nahversorgern in den Gemeinden, die derzeit ums Überleben kämpften und außerdem gebe es "keinen Bedarf, denn die Menschen haben derzeit andere Sorgen als im großen Stil am Sonntag shoppen zu gehen."

Öffnung soll coronabedingte Umsatzeinbußen abfedern

Mehrere Manager von Einkaufszentren haben sich für eine zumindest teilweise Öffnung am Sonntag ausgesprochen, um die coronabedingten Umsatzeinbußen der vergangenen Wochen abzufedern. Richard Lugner möchte seine Lugner City sonntags von 12 bis 18 Uhr aufsperren, Peter Schaider, Eigentümer des Auhofcenters, wünscht sich heuer und nächstes Jahr je zehn offene Sonntage, für die Spar-Shoppingzentren wären sechs Sonntage pro Jahr ideal.

Teiber hält sogar die bestehenden Sonntagsregelungen in den Tourismusgebieten für fraglich, da aktuell der Tourismus ausbleibe. Es wäre sinnvoll zu überlegen, diese Regelungen auszusetzen.

Marktamt kontrolliert: 50 Anzeigen in Wien

Vergangenes Wochenende hagelte es allein in Wien 50 Anzeigen wegen des Verbots der Sonntagsöffnung. Vor allem Klein-Supermärkte versuchten, sich durch das Umgehen des Öffnungsverbots am Sonntag wirtschaftliche Vorteile zu verschaffen, gab die Gruppe Sofortmaßnahmen in Wien, die am Sonntag mit dem Marktamt Schwerpunktkontrollen bei Betrieben durchgeführt hat, am Montag bekannt.

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(APA/Red)

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