Elyria - Im Visier der Hexenjäger

Fantasy vom Feinsten: Unschuldig wird Elyria in den Kerker geworfen. Doch es kommt schlimmer: Sie wird der Hexerei bezichtigt und steht gar in Verdacht, großes Unheil über die Welt zu bringen...

Brigitte Melzer
Elyria – Im Visier der Hexenjäger
Ueberreuter

Rückseite

Zu einer Zeit, in der Magie verfolgt und vernichtet wird, gerät Elyria ins Visier der gefürchteten Hexenjäger. Sie ist im Besitz einer Kraft, die sie nicht kontrollieren kann, und erfährt von einer uralten Schrift, die ihr Schicksal prophezeien soll. Ist sie wirklich das Mädchen mit den goldenen Augen, das die Welt in den Untergang führen wird?

Vienna Online Rezension

Wie kann ein harmloses, unschuldiges Mädchen ein entsetzliches Schicksal für die gesamte Welt besiegeln? Peristae – seines Zeichens leidenschaftlicher Hexenjäger – ist jedenfalls felsenfest überzeugt, die harmlos wirkende Gauklerin Elyria als Todesengel aus einer alten Legende identifiziert zu haben. Und die Situation bessert sich nicht wesentlich, als Elyria zu ihrem eigenen Entsetzen kurz vor ihrer angesetzten Todesstunde gewaltige, magische Kräfte freisetzt ohne die geringste Ahnung zu haben, was hier vor sich geht. Zwar kann sie flüchten doch Elyria fürchtet sich bereits mehr vor sich selbst samt ihren zerstörerischen, bis dato ungeahnten und unkontrollierten Kräften als vor den Hexenjägern, die nichts anderes wollen als Elyria brennen zu sehen. In dieser schweren Zeit blickt dennoch Hoffnung durch: Elyria bekommt unvermutet Hilfe von einem Krieger, der ihr nicht nur Nachhilfeunterricht in Zauberei erteilt sondern obendrein ihr Herz berührt – offensichtlich auf Gegenseitigkeit beruhend. Als dann noch ein Hexenjäger überläuft und Elyrias Bruder die Flüchtigen ausfindig machen kann und sich ihnen anschließt, schöpft Elyria zum ersten Mal die Hoffnung, in weiter, sicherer Ferne ein neues Leben beginnen zu können.

Ehe man sich’s versieht reißt die Autorin den Leser mitten ins Geschehen. Verhaftung, Folter und Flucht – der Schicksalsschlag, der Elyrias bislang harmonisches, friedliches Leben von einem Moment auf den nächsten in eine abgrundtiefes Chaos stürzen lässt, fesselt den Leser augenblicklich um auch ja keinen Moment das Buch aus der Hand zu legen. Der gekonnte Schreibstil bildet einen anschmiegsamen Lesefluss, der den Leser sanft durch ein düstere und trostlose Landschaft eines fiktiven Mittelalters trägt. Zu schade nur, dass die Charaktere und ihre Entwicklung sträflich vernachlässigt wurden - Man kann jedoch hoffen, denn das Buch scheint kein Einzelwerk zu sein sondern vielmehr der Beginn einer neuen Saga. Wir sind gespannt… [MAS]

  • VIENNA.AT
  • Bücher
  • Elyria - Im Visier der Hexenjäger
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen