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Einkaufszentren, Friseure und große Ketten öffnen am 2. Mai

Bisher waren die Parkplätze vor den Einkaufszentren quasi leer.
Bisher waren die Parkplätze vor den Einkaufszentren quasi leer. ©APA/HERBERT P. OCZERET
Nach langem Corona-Lockdown dürfen Einkaufszentren, Friseure und größere Märkte am 2. Mai ihre Tore öffnen. Die Geschäfte locken mit Schnäppchen, denn die Lager sind bis obenhin gefüllt.
Lockerung: Das ändert sich ab 1. Mai

Nach fast sieben Wochen Corona-Shutdown dürfen am Samstag auch Einkaufszentren, Friseure sowie alle Geschäfte mit über 400 Quadratmetern Verkaufsfläche wieder aufmachen, darunter die großen Elektrohändler, Modeketten, Möbelhäuser und Sportartikelhändler. Eingekauft werden muss mit Maske und Abstand.

Jede Schließwoche kostete den Handel etwa eine halbe Milliarde Euro Umsatz. Aufholen lässt sich das verloren gegangene Geschäft nicht mehr. Die Lager sind voll und viele locken nun mit günstigen Preisen, um ihre Ware loszuwerden. Das treibt die Umsätze, nicht aber die Erträge. Ein Wermutstropfen des Neustarts ist auch die fehlende Gastronomie, die für den Handel ein Frequenzbringer ist - die darf nämlich erst am 15. Mai wieder aufmachen.

Ausfälle von rund 67 Prozent

"Die ökonomische Betroffenheit des Einzelhandels erweist sich auch im April als außerordentlich hoch", sagte Wolfgang Ziniel von der KMU Forschung Austria. Für April wird ein Nettoumsatz von 3,6 Mrd. Euro erwartet, um 1,6 Mrd. Euro weniger als im April 2019. Ohne Berücksichtigung des Lebensmitteleinzelhandels sowie anderer Branchen, die offenhalten durften, sei der verbleibende Einzelhandel mit durchschnittlichen Ausfällen von 67 Prozent konfrontiert. "Innenstädte ohne Gastronomie und Konsumzurückhaltung bringen viele Unternehmen in eine bedrohliche Lage", so Ziniel. Die Folgeschäden seien momentan noch nicht abschätzbar.

Bereits nach der ersten Lockerung nach Ostern blieb der große Run auf die Geschäfte aus, wenngleich kurzfristige Spitzen bei Baumärkten und in Gartencentern ein anderes Bild zeigten. "Selbst jene Geschäfte, die bereits öffnen konnten, hatten laut KMU Forschung Austria Umsatzausfälle zwischen 70 und 90 Prozent zu verzeichnen", sagte Handelsobmann Peter Buchmüller. Viele Firmen, die aufmachen hätten dürfen, ließen ihre Shops dennoch geschlossen, da die Kosten des Aufsperrens oftmals höher sind, als wenn sie zu bleiben. Andere Ketten wie etwa Hartlauer machten mit stark eingeschränkten Öffnungszeiten auf.

Schlussverkauf steht vor der Tür

Grundsätzlich seien alle Bereiche des Handels von teilweise kompletten Umsatzausfällen betroffen, sagte Buchmüller. Selbst der Lebensmittelgroßhandel leide wegen der geschlossenen Gastronomie. Besonders unter Druck ist der Modehandel. Die liegen gebliebene Frühjahrsmode lässt sich mit Wochen Verspätung kaum mehr verkaufen. "Der nächste Schlussverkauf steht schon vor der Tür", so Jutta Pemsel, Branchensprecherin für den Bekleidungs-, Schuh-, Leder- und Sporthandel in der Wirtschaftskammer. Im Bekleidungshandel gab es bereits innerhalb kürzester Zeit mehrere Pleiten, darunter die Modefirmen Airfield, Colloseum und Stefanel.

Viele versuchen nun, Kunden mit großzügigen Rabatten zu locken. Unito-Chef Harald Gutschi, der unter anderem die Versandhändler Quelle, Otto und Universal verantwortet, erwartet die größte Rabattschlacht aller Zeiten. "Die Österreicher werden noch nie so günstig eingekauft haben wie zu dieser Zeit", sagte Gutschi.

Lager bis an die Decke voll

Die XXXLutz-Gruppe, die sich wie andere Möbelhäuser gegenüber bereits seit Mitte April offenen Garten- und Baumärkten benachteiligt sah, will die Wiedereröffnung mit einer großen Preisoffensive starten. "Unsere Lager sind bis an die Decke voll, vor allem die für die letzten sieben Wochen geplanten und georderten Werbe- und Aktionsartikel müssen dringend abverkauft werden", sagte XXXLutz-Sprecher und Marketing-Chef Thomas Saliger. "So eine Situation gab es in der 75-jährigen Firmengeschichte noch nie."

Aktionen soll es sowohl bei XXXLutz als auch bei den ebenfalls zur Gruppe gehörenden Ketten Möbelix und Mömax geben. Das Unternehmen rechnet mit einer erhöhten Nachfrage "vor allem nach hochwertigen Küchen und Einrichtungsgegenständen". Besonders abpreisen - um bis zu 70 Prozent - wird XXXLutz Gartenmöbel - um sie nicht über den Winter teuer einlagern zu müssen. "So günstig wie heuer wird es Gartenmöbel viele Jahre nicht mehr geben", so Saliger.

(APA/red)

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