Eingesperrter Pitbull aus Kellerabteil in Wien-Favoriten gerettet

Dieser Pitbull war in Favoriten in den Keller gesperrt
Dieser Pitbull war in Favoriten in den Keller gesperrt ©Vier Pfoten
Mitglieder der Tierschutzorganisation Vier Pfoten konnten am Montagvormittag einen etwa dreijährigen Pitbull aus einem Keller im 10. Wiener Gemeindebezirk befreien. Das abgemagerte Tier saß zwischen lauter Müll in der Dunkelheit.
Der gerettete Hund


Der Pit Bull wirde von Amtstierarzt und Polizei konfisziert und von der Tierrettung ins Wiener Tierschutzhaus gebracht. Eine Mitarbeiterin der Caritas hatte Vier Pfiten angerufen und darauf hingewiesen, dass sie immer wieder Hundegebell und –jaulen im Haus in der Schleiergasse hörte, aber nie ein Tier zu Gesicht bekam.

Pitbull im Keller eingesperrt

“Die Dame hat schließlich festgestellt, dass der Hund im Keller sein musste. Wir haben dann, als ich mir die Situation vor Ort angesehen habe, auch Nachbarn gefragt. Niemand hat je einen Hund gesehen“, berichtet Vier Pfoten-Mitarbeiterin Isabel Deycmar. Sie verständigte den Amtstierarzt, der auch die Polizei hinzurief. Die Tür zum Kellerabteil wurde schließlich geöffnet und der Hund, ein etwa dreijähriger Pitbull, tatsächlich darin gefunden.

Horrende Zustände in Wien-Favoriten

„Es war stockdunkel im Keller, es stank bestialisch nach Urin, Müll lag überall, und Ratten liefen herum“, erzählt Isabel Deycmar. “Der Pitbull saß in einem Koffer. Der Arme ist sehr mager, aber er scheint auf den ersten Blick nicht krank zu sein. Auf seinem Gesäß sind Narben, die von einem Kampf stammen könnten. Er war sofort sehr zutraulich. Anscheinend war ihm Holz zur Beschäftigung hineingelegt worden, das er bereits komplett zerlegt hat.“

Vorbestrafter 17-Jähriger hütete Hund

Gemeinsam mit der Polizei fand Deycmar dann auch unter den Hausbewohnern der Verantwortlichen des Tiers, einen 17-jährigen Burschen, der mit seiner Mutter wohnt. Er behauptet, den Hund nur vorübergehend für seinen ebenfalls 17-jährigen Halter zu betreuen, der derzeit nicht in Wien sei. Da beide jungen Männer zudem vorbestraft sind, konnten sie sich auch nicht für den Hundeführerschein anmelden.

„Es ist offensichtlich, dass die Burschen keinerlei Verantwortungsbewusstsein für den Hund haben“, so Isabel Deymar. „Diese Haltung ist einfach schockierend. Einen Hund in absoluter Dunkelheit, ohne Kontakt mit Menschen oder anderen Tieren, ohne die Möglichkeit zum Freilauf – wir sind froh, dass die Mitarbeiterin der Caritas so engagiert war und uns angerufen hat.“

Nun wartet das zutrauliche Tier im Wiener Tierschutzhaus auf neue, liebevolle Besitzer. Interessierte können sich unter der Telefonnummer 01/699 24 50 melden.

 

 

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