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Einfache Tipps zur Vermeidung von Lebensmittel-Abfällen

Mit ein paar einfachen Tipps kann das Wegwerfen von Lebensmitteln verhindert werden.
Mit ein paar einfachen Tipps kann das Wegwerfen von Lebensmitteln verhindert werden. ©pixabay.com (Sujet)
Anlässlich des heutigen Tages gegen Lebensmittelverschwendung gibt die MA 22 nützliche Tipps, um Abfälle zu vermeiden.
1 Mio. Tonnen Genießbares im Müll

Wenn in letzter Zeit coronabedingt und sicherheitshalber viel auf Vorrat gekauft wurde, ist die Gefahr auch groß, dass einiges davon verdirbt und weggeworfen werden muss.

Rund ein Drittel der zuvor teuer gekauften Lebensmittel landet meist ungenutzt im Müll. "Daher ist es auch bei länger gelagerten Lebensmitteln besonders wichtig, darauf zu achten, dass möglichst nichts schlecht wird und weggeworfen werden muss", so Karin Büchl-Krammerstätter, Leiterin von Stadt Wien - Umweltschutz.

Der 2. Mai ist deshalb der Tag gegen Lebensmittelverschwendung, da - auch ohne Corona-Krise - vom Feld bis zum Teller im Schnitt so viele Lebensmittel weggeworfen werden, dass dies in Summe der Menge entspricht, die vom 1. Jänner bis zum 2. Mai produziert wird. "Gegen diese unglaubliche Verschwendung kann jede und jeder einen Beitrag leisten", betont Büchl-Krammerstätter.

Praktische Tipps zum "Tag gegen Lebensmittelverschwendung"

Die Umweltschutzabteilung der Stadt Wien hat praktische Tipps zusammengestellt, wie Lebensmittelvorräte möglichst gut verbraucht und so wenig wie möglich weggeworfen werden muss:

  • Um Bakterien, Schimmelpilzen und Motten keine Chance zu geben, müssen Vorratsschränke, Brotdosen und Kühlschrank regelmäßig kontrolliert und gereinigt werden. Heißes Wasser mit einem Schuss Essig oder einem milden Spülmittel ist dafür bestens geeignet.
  • Die Vorräte regelmäßig durchsehen, bei welchen Lebensmitteln demnächst das Mindesthaltbarkeitsdatum bzw. das Verbrauchsdatum erreicht wird. Diese Lebensmittel griffbereit nach vorne stellen.
  • Auch im Eiskasten gilt: Neue Einkäufe nach hinten schlichten.
  • Einige Lebensmittel sind nicht oder nur bedingt geeignet, um im Kühlschrank aufbewahrt zu werden: Brot trocknet im Kühlschrank schneller aus - besser ist es, dieses rechtzeitig einzufrieren. Kälteempfindliches Gemüse, wie Paradeiser oder Zwiebeln, verlieren ihr Aroma, Gurken und Zucchini verlieren Wasser und werden schwammig.
  • Kälteempfindliche, exotische Früchte: Bananen werden im Kühlschrank rasch braun, Mango und Ananas verlieren ihren Geschmack.
  • Lange haltbare Lebensmittel, wie Getreide, Gewürze oder Konserven können bei Raumtemperatur im Vorratsschrank gelagert werden. Kühl, dunkel und trocken sind die idealen Voraussetzungen für lange Haltbarkeitszeiten - warme Temperaturen oder hohe Luftfeuchtigkeit sollten vermieden werden.
  • Brot, Salat, Gemüse und Obst bleiben in Biokunststoffsackerln länger frisch, im Vergleich zu herkömmlichen Plastiksackerln.
  • Vorsicht: Die Mindesthaltbarkeit ist nicht das Verfallsdatum! Lebensmittel sind sehr oft noch länger genießbar, wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum bereits abgelaufen ist. Bei der Entscheidung, ob die Waren noch gut sind, unterstützen uns unsere Sinne - in der Reihenfolge: schauen, riechen, schmecken.
  • Anders verhält es sich hingegen beim Verbrauchsdatum ("zu verbrauchen bis"), das bei leicht verderblichen Lebensmitteln angegeben werden muss - also beispielsweise bei rohem Fleisch, Faschiertem oder frischem Fisch. Ist das Verbrauchsdatum abgelaufen, kann ein Verzehr die Gesundheit gefährden.
  • Bevor neue Verpackungen geöffnet werden: Die bereits offenen Restbestände verwerten.
  • Zubereitete Speisereste sind zu wertvoll um sie wegzuschmeißen. Gut aufbewahrt sind sie meist einige Tage lang haltbar und müssen vor dem Essen nur noch aufgewärmt werden.
  • Inspiration für übriggebliebene Lebensmittel: die vorhandenen Zutaten einfach im Internet eingeben und die Rezeptvorschläge nach Belieben durchsehen.
  • Wenn abzusehen ist, dass Lebensmittel nicht mehr verbraucht werden können, bevor sie verderben, können sie auch weitergegeben werden.

(Red)

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