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Einbruch bei der Wiener SPÖ: Slowaken verurteilt

Im Wiener Straflandesgericht sind am Mittwoch zwei Slowaken zur Verantwortung gezogen worden, die am 3. September 2008 mit einem Brecheisen in ein Parteilokal der Wiener SPÖ eingedrungen waren.

Viel war bei dem Einbruch in die Brigittenauer Bezirksvertretung nicht zu holen: Die Täter erbeuteten 242 Euro Bargeld und Mitgliedsmarken.

“Ich hab’ mir gedacht, das sind Stempelmarken, die ich verkaufen kann”, berichtete einer der Angeklagten. Hätte er geahnt, wofür die Marken wirklich dienten, “hätt’ ich sie dort gelassen”, offenbarte er dem Schöffensenat.

Die Slowaken waren wenige Stunden vor dem Einbruch in die Bundeshauptstadt gekommen, wobei in der Verhandlung unklar blieb, ob sie hier einen Bekannten aus Schweden oder eine in Amstetten wohnhafte Verwandte treffen hätten wollen. Die darob entbrannte Diskussion der beiden Täter beendete Richter Wolfgang Fahrner schließlich mit der Feststellung “Is’ eh’ a G’schichterl!” Dass die beiden Einbruchswerkzeug mit sich führten, lasse ihn an der behaupteten Besuchsabsicht zweifeln.

Über die spärliche Beute konnten sich die 38 und 36 Jahre alten Männer nicht lange freuen. Ein Nachbar hörte ungewohnten Lärm aus dem SPÖ-Lokal, das um 5.30 Uhr in der Früh selten von Parteigenossen frequentiert werden dürfte. Er verständigte daher die Polizei. Die Eindringlinge versuchten noch über ein Fenster und das Hausdach zu entkommen, konnten mit Hilfe eines Polizeihubschraubers aber daran gehindert werden.

Die Urteile für die mutmaßlichen Kriminaltouristen – jeweils 15 Monate Haft, davon drei Monate unbedingt – sind bereits rechtskräftig.

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