Ein Jahr Weiterbildungsakademie Österreich

Die Feuerprobe ist bestanden: Nach einem Jahr zieht die WeiterBildungsAkademie Österreich erste erfreuliche Bilanz.

Mit jährlich über 3 Millionen Teilnehmer/innen an über 170.000 Kursen der zehn größten Erwachsenenbildungsverbänden Österreichs (KEBÖ) und rund 100.000 Beschäftigten stellt die Erwachsenenbildung den größten heimischen Bildungssektor dar. “Für die berufliche Qualifizierung der Erwachsenenbildner/innen spielt die wba eine zentrale Rolle”, so Univ.-Doz. Dr. Wilhelm Filla, KEBÖ- Vorsitzender und Generalsekretär des Verbandes Österreichischer Volkshochschulen beim heutigen Pressegespräch der wba. “Das einzigartige Modell der wba nimmt eine nationale und internationale Vorreiterrolle ein und stellt ein wichtiges Element zur Realisierung der Weiterbildungsziele der Europäischen Union dar”, so Filla.

“Für Erwachsenenbildner/innen sowie Berater/innen und Trainer/innen wird es immer wichtiger ihre Kompetenzen ausweisen zu können”, erklärt wba-Initiatorin Dr.in Anneliese Heilinger. Die wba überprüft und anerkennt Kompetenzen von Erwachsenenbildner/innen nach definierten Standards. Dieses einzigartige Angebot haben bisher beträchtliche 202 Personen erkannt und genutzt. 30 Erwachsenenbildner/innen erlangten bereits das wba-Zertifikat (23) bzw. das wba-Diplom (7) und sind damit bestens gerüstet für den Wettbewerb am Bildungssektor. Stefan Kühne, Leiter der wienXtra- jugendinfo in Wien, ist frisch gebackener wba-Absolvent: “Das wba- Diplom hat mir den Kick gegeben, den ich brauchte. Die Anerkennung meiner bisher erworbenen Kompetenzen inklusive eines fast abgeschlossenen Studiums hat mich so motiviert, dass ich mich schließlich beruflich einen ganzen Schritt weiterentwickelt habe.”

Mit ihrer Anmeldung erhalten die Interessent/innen ein eigenes online-Portfolio auf www.wba.or.at, in das sie all jene Kompetenznachweise eintragen, die im Curriculum der Weiterbildungsakademie verlangt werden. Die so genannte “Standortbestimmung” überprüft, welche Qualifikationen bereits vorhanden sind. Fehlende Kompetenzen erwerben die wba-Kandidat/innen in akkreditierten österreichischen und internationalen Weiterbildungseinrichtungen. Nach der Bestätigung des Kompetenzportfolios durch den Akkreditierungsrat bestehend aus Univ.- Prof.in Dr.in Elke Gruber (Univ. Klagenfurt), Univ.-Prof. Wolfgang Jütte (Univ. Krems), Mag.a Sabine Kraudinger (Magna Steyr), Dr. Arthur Schneeberger (ibw – Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft) und DDr. Peter Schürz (Pädagogische Hochschule Linz) können die zwei aufeinander aufbauenden Abschlüsse wba-Zertifikat und wba-Diplom erworben werden.

Die Weiterbildungsakademie musste sich sofort bewähren und hat ihre Feuerprobe bestanden. Folgende Fragen mussten nach spätestens einem Jahr positiv beantwortet werden: Setzt sich die Idee eines Anerkennungsverfahrens von Kompetenzen durch? Ist es möglich, eine Akademie in virtueller Form zu führen? Wird die Weiterbildungsakademie von Interessierten angenommen? Beteiligen sich die österreichischen Erwachsenenbildungseinrichtungen? “Die Antwort auf alle Fragen ist ein klares Ja”, ist Heilinger stolz.

Die Weiterbildungsakademie ist ein Gemeinschaftsprojekt der zehn großen Erwachsenenbildungseinrichtungen – Arbeitsgemeinschaft der Bildungshäuser Österreich,

bfi, Büchereiverband Österreichs, Forum Katholischer Erwachsenenbildung in Österreich, Ländliches Fortbildungsinstitut, Ring Österreichischer Bildungswerke, Volkswirtschaftliche Gesellschaft Österreich, Verband Österreichischer Gewerkschaftlicher Bildung, Verband Österreichischer Volkshochschulen und WIFI. “Es war uns von Beginn an klar: Nur wenn jeder der Partner sich aktiv an der Umsetzung der Weiterbildungsakademie beteiligt, hat sie die Chance als “Qualitätssiegel” österreichweit und international anerkannt zu werden”, freut sich Dr.in Margarete Wallmann, Direktorin am Bundesinstitut für Erwachsenenbildung, bifeb). Mit dem bifeb) als Träger der Weiterbildungsakademie ist auch ein Modell für die Zusammenarbeit von öffentlicher Hand und gemeinnützigen Verbänden gelungen, das europaweit beispielgebend ist.

Ab dem Wintersemester 2008 bietet die Donau-Universität Krems für wba-Absolvent/innen einen Masterlehrgang für “Lifelong Learning” an. An der Universität Klagenfurt ist der nächste Durchgang des Masterlehrgangs “MAS Career Management – Laufbahnberatung” in Planung. Bewerben darf sich nur, wer über das wba-Diplom verfügt, wovon dafür 40 ECTS für jeden Lehrgang angerechnet werden. “Diese Kooperation zwischen Universität und Erwachsenenbildung ist ein weiteres Pioniermodell in der Bildungsszene”, freut sich Heilinger.

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