EDF steigt in Gasprojekt South Stream ein

Der französische Energieriese Electricite de France (EDF) steigt Ende dieses Jahres in das russisch-italienische Gasprojekt South Stream ein. EDF erhält 20 Prozent an dem Projekt, das bisher je zur Hälfte vom russischen Energiemonopolisten Gazprom und dem italienischen Versorger Eni getragen wurde.

Beide Unternehmen treten jeweils zehn Prozentpunkte ihrer Anteile ab, wie Gazprom-Chef Alexej Miller am Samstag in St. Petersburg nach Angaben der Agentur Itar-Tass sagte. South Stream gilt als Konkurrenz der von der EU geplanten Gasleitung Nabucco, mit der sich die Europäische Union von russischen Lieferungen unabhängig machen will. DArüber hinaus teilte Miller mit, dass der Chef des niederländischen Gaskonzerns Gasunie, Marcel Kramer, das Konsortium South Stream leiten werde.

Die Pipeline gleichen Namens soll ab 2015 russisches Gas nach Italien und Griechenland führen, durch den Bau der Leitung unter dem Schwarzen Meer soll die Ukraine umgangen werden. Diese liegt immer wieder im Streit mit dem russischen Nachbarn, der Konflikt führte schon mehrmals zu Lieferunterbrechungen.

Die 900 Kilometer lange Leitung soll durch das Schwarze Meer nach Bulgarien und dann in zwei Strängen nach Ungarn und Österreich sowie nach Griechenland und Italien führen. Die ersten Lieferungen sind für 2015 geplant. Jährlich sollen 30 Milliarden Kubikmeter Gas durch die Pipeline fließen. Aufsichtsratsboss wird der Chef des niederländischen Versorgers Gasunie, Marcel Kramer.

Zudem will EDF künftig gemeinsam mit der staatlichen russischen Atomholding Rosatom Kernkraftwerke bauen. Ein entsprechendes Abkommen unterzeichneten EDF-Chef Henri Proglio und Rosatom-Boss Sergej Kirijenko am Rande des Internationalen Wirtschaftsforums in St. Petersburg.

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