Early Man - Trailer und Kritik zum Film

Die Geschichte von "Early Man - Steinzeit bereit" trägt sich in der Steinzeit in der Nähe von Manchester zu. Bei einem Meteoriteneinschlag überlebt nur eine Gruppe von Höhlenmenschen. Der Film erzählt die Geburtsstunde des Fußball - die Höhlenmenschen finden einen glühenden Klumpen, den sie mit den Füßen durch die Gegend kicken.

So steht also der Lieblingssport der Engländer im Mittelpunkt des liebevoll animierten Knet-Abenteuers. Jahrzehnte oder Jahrhunderte nach diesem sporthistorischen Moment, diskutieren die Höhlenmenschen um Stammchef Bobnar und den jungen Dug gerade, ob sie lieber Hasen oder Mammuts jagen sollen, als ihnen Besucher aus der Bronzezeit den Tag verderben. Der skrupellose Lord Nooth erklärt die Steinzeit kurzerhand für beendet und vertreibt die gutmütige Truppe aus ihrem geliebten Dorf im Wald. Die einzige Chance, ihre Heimat zu retten, ist ein Fußballspiel. Wenn Dug und Co. gegen die übermächtige Mannschaft von Real Bronzio gewinnen, dürfen sie ihr Dorf behalten. Das wäre so, als müsste eine Hobbymannschaft gegen den FC Barcelona bestehen.

Early Man – Die Handlung

Nick Park und seine Firma Aardman Animations sind Spezialisten für die auch als Knetanimation bezeichnete Stop-Motion-Technik. Neben “Wallace & Gromit” schufen sie mit der Komödie “Chicken Run – Hennen rennen” und der TV-Serie “Shaun, das Schaf” weitere Kultwerke des Genres, die mit witzigen Details und der liebevoll gestalten Optik begeisterten.

In “Early Man – Steinzeit bereit” widmet sich Park im Jahr der Weltmeisterschaft passenderweise dem Fußball. Mit britischem Humor nimmt er das sportliche Trauma seines Landes auf die Schippe. Seit dem WM-Titel 1966 konnte die englische Nationalelf nämlich kein Turnier mehr gewinnen. Den Triumph von 1966 stellt Park subtil nach.

In “Early Man – Steinzeit bereit” haben die prähistorischen Engländer wegen anhaltender Erfolglosigkeit zunächst sogar mit dem Fußball aufgehört. Aber dank ihrer Trainerin und Spielgestalterin Goona, die als Frau im Bronze-Team nicht mitspielen darf, kommen Dug und seine Freunde bald in Turnierform. Am Ende gilt das alte Fußball-Motto: “Elf Freunde müsst ihr sein.” Ober besser: elf Freunde und ein Wildschwein.

Early Man – Die Kritik

Anders als so mancher überladene digitale US-Animationsfilm punktet der altmodisch produzierte “Early Man” mit seiner originellen Geschichte, dem britischem Humor und vielen großartigen Ideen. So werden zum Beispiel die Wiederholungen von Spielszenen beim großen Fußballmatch in einem Kasperle-Theater nachgestellt. Einer der urkomischen Höhepunkte ist eine Szene, in der das Wildschwein Hognob als Masseur einspringen muss. Und dann gibt es auch noch eine gigantische Ente, die den Höhlenmenschen das Leben schwer macht.

Man muss weder Fußballfan noch Sporthistoriker sein, um sich bei “Early Man – Steinzeit bereit” köstlich zu amüsieren. Aber für Erwachsene ist der Film wahrscheinlich noch witziger als für Kinder. Das kurzweilige Knetabenteuer hat zwar diverse Slapstick-Momente, um auch jüngere Zuschauer zum Lachen zu bringen, es begeistert aber vor allem mit smartem und skurrilem Witz, der mitunter fast an die legendäre britische Comedy-Truppe Monty Python erinnert. Da der Film auf beiden Ebenen wunderbar gelungen ist, bietet er – ganz in der Tradition von “Wallace & Gromit” – beste Familienunterhaltung.

>>Alle Filmstartzeiten zu “Early Man – Steinzeit bereit”

APA/Red.

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