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Dritter Jahrestag der Fukushima-Katastrophe in Japan: "Wichtigste Lehren nicht gezogen"

Die Dreifachkatastrophe in Japan jährt sich zum 3. Mal.
Die Dreifachkatastrophe in Japan jährt sich zum 3. Mal. ©AP
"Die wichtigsten Lehren aus Fukushima wurden nicht gezogen." Zu diesem Schluss kommen internationale Experten, die anlässlich des dritten Jahrestags des Reaktorunfalls von Fukushima die Vereinigung "International Nuclear Risk Assessment Group" (INRAG) in Wien gegründet haben.
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Die Initiative dafür ging vom Institut für Sicherheits- und Risikowissenschaften der Universität für Bodenkultur Wien aus. Mitglieder der INRAG sind u.a. Professoren, ehemalige Mitglieder und Leiter von Atomaufsichtsbehörden, unabhängige Wissenschafter und Sachverständige mit interdisziplinärem Hintergrund.

Die Vereinigung stellt fest, dass “die zerstörten Kernkraftwerksblöcke in Fukushima (Japan) noch immer nicht unter Kontrolle sind”. Die Bevölkerung und zuständige Entscheidungsträger würden über bestehende Risiken weiterhin nicht ausreichend informiert.

“Keine unabhängige Atomaufsicht” in Japan

Als einen der Hauptgründe für die Katastrophe sieht die INRAG, dass keine unabhängige Atomaufsicht existiert habe. “Die in sich geschlossene nukleare Gesellschaft aus Betreibern, Regierungsstellen und Aufsichtsbehörden hat dies verhindert”, heißt es in einer Aussendung der Universität für Bodenkultur (Boku), wo sich derzeit auch die Geschäftsstelle der INRAG befindet.

Schwere Unfälle aufgrund vergleichbarer grundsätzlicher Ursachen könnten nicht nur in Japan, sondern in allen nuklearen Einrichtungen der Welt geschehen, warnt die INRAG, die zudem den dringender Bedarf an verlässlichen und unabhängigen Informationen über bestehende und zukünftige nukleare Risiken betont.

Dreifachkatastrophe am 11. März 2011

INRAG soll zu einem umfassenden weltweiten Expertennetz ausgebaut werden. Die Gruppe will den Zugang der Öffentlichkeit zu verlässlichen Informationen insbesondere über das Internet verbessern und zu mehr Transparenz und Verständlichkeit beitragen. Die Experten zeigen sich auch bereit, Entscheidungsträger und zivilgesellschaftliche Organisationen zu beraten.

In Fukushima war am 11. März 2011 durch ein Erdbeben und einen Tsunami das Atomkraftwerk so schwer beschädigt worden, dass die Kühlanlagen ausfielen. In mehreren Reaktoren kam es zur Kernschmelze. Große Mengen Radioaktivität traten aus, Zehntausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen.

(APA)

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