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Drei weitere Fälle von Coronavirus-Erkrankungen in Wiener Großkanzlei

Im Falle des schwer an Coronavirus erkrankten Wiener Juristen gibt es drei weitere Infektionen in der Kanzlei.
Im Falle des schwer an Coronavirus erkrankten Wiener Juristen gibt es drei weitere Infektionen in der Kanzlei. ©Pixabay.com (Sujet)
Nachdem ein Jurist in der Wiener Kanzlei "Wolf Theiss" schwer an Coronavirus erkrankt ist, gibt es in dem Unternehmen drei weitere bestätigte Fälle von Infektionen mit dem Sars-CoV-2. "Diese drei Mitarbeiter zeigen keine Symptome einer Erkrankung und wurden sofort in häusliche Quarantäne gestellt", gab die Großkanzlei am Dienstagnachmittag per Aussendung bekannt.
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Nachdem fest gestanden war, dass der Anwalt sich mit dem Sars-CoV-2-Erreger infiziert hatte - der Betroffene liegt seit längerem im Kaiser-Franz-Josefspital - wurden von der Kanzlei alle Mitarbeiter privat von einem deutschen virologischen Institut auf das Coronavirus getestet. "Es gab keine Anordnung der Behörden zur Durchtestung", sagte Barbara Fürchtegott, Sprecherin der Kanzlei Wolf Theiss im Gespräch mit der APA. Es habe sich um eine "Eigeninitiative" gehandelt, um die besorgten Mitarbeiter zu beruhigen, die offenbar befürchteten, sich mit dem Coronavirus angesteckt zu haben.

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Wann der infizierte Anwalt zuletzt die Kanzlei betreten hatte, ließ sich weiter nicht klären. Wolf Theiss wollte das mit dem Hinweis auf die Wahrung des höchstpersönlichen Lebensbereichs des Betroffenen nicht offen legen.

Die drei Neuerkrankten wurden nach Bekanntwerden ihrer Erkrankung auch von den Behörden untersucht und vom Gesundheitsdienst der Stadt Wien (MA 15) in häusliche Absonderung geschickt. Eine der Betroffenen hatte am vergangenen Montag als Praktikantin am Wiener Landesgericht für Strafsachen begonnen. Ob die beiden anderen am Montag noch in der Kanzlei waren, war vorerst unklar. Alle drei waren am Dienstag zu Hause geblieben. "Die behördliche Prüfung wurde eingeleitet und Abstriche genommen", sagte Andreas Huber, Sprecher des medizinischen Krisenstabs der Stadt Wien. Zuvor hatten die Behörden mehrfach betont, dass die Kanzlei "nicht im Gefährdungsradius" sei.

Wiener Jurist zuerst als Grippekranker behandelt

Der Jurist wurde bereits zehn Tage stationär als Grippekranker im Spital behandelt, ehe er vergangene Woche auf das Coronavirus getestet wurde. Er befindet sich im Kaiser-Franz-Josef-Spital auf der Intensivstation und ist nicht ansprechbar.

Unterdessen wurde bei Wolf Theiss ein Krisenstab eingerichtet. Die Testung sämtlicher Mitarbeiter - am vergangenen Freitag kamen 200 Personen an die Reihe, am Montag folgten weitere 80 - sei auf eigene Kosten erfolgt, betonte die Kanzlei. Von den bisher untersuchten Mitarbeitern waren über 200 Tests negativ und drei positiv. Für jene, die noch keine Ergebnisse hatten, wurde bis zum Vorliegen der Resultate Home Office angeordnet.

Nachdem feststand, dass sich der Anwalt mit dem SARS-CoV-2-Erreger infiziert hat, wurden alle Mitarbeiter privat von einem deutschen virologischen Institut getestet, ohne Anordnung der Behörden. Von den bisher untersuchten Mitarbeitern der Kanzlei waren über 200 Tests negativ, Mitarbeiter, die noch kein Ergebnis in Händen haben, arbeiten vorerst im Homeoffice, war von dem Unternehmen am Nachmittag mitgeteilt worden

(APA/Red.)

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