Drei Personen bei Zimmerbrand in Wien-Liesing verletzt

Drei Personen wurden bei dem Zimmerbrand in Wien-Liesing verletzt.
Drei Personen wurden bei dem Zimmerbrand in Wien-Liesing verletzt. ©Stadt Wien | Feuerwehr
Am Dienstag wurden bei einem Zimmerbrand in Wien-Liesing drei Personen verletzt. Die Ursache für den Brand ist noch Gegenstand der Ermittlungen.

Bei einem Zimmerbrand in einem sechsstöckigen Mehrparteienwohnhaus in Wien-Liesing sind am Dienstag drei Menschen verletzt worden. Zwei Personen, offenbar eine Frau und ihre Heimhilfe, flüchteten aus der betroffenen Wohnung ins Freie. Dabei blieb die Tür offen. Dichter Brandrauch drang daraufhin ins Stiegenhaus und versperrte anderen Bewohnern den Fluchtweg, so die Feuerwehr.

Mehrere Personen waren in ihren Wohnungen eingeschlossen

Das Feuer war aus noch nicht geklärter Ursache in einer Erdgeschoßwohnung in der Corvinusgasse ausgebrochen und sprang rasch auf Möbel über, berichtete Oberbrandrat Christian Feiler. Der Rauch breitete sich bis in die anderen Zimmer aus und drang durch die offenstehende Tür bis nach draußen. "Auch das Stiegenhaus wurde bis in das oberste Stockwerk massiv verraucht. Mehrere Personen waren in ihren Wohnungen eingeschlossen und riefen um Hilfe."

Eine Person aus dem obersten Stockwerk versuchte, durch das verrauchte Stiegenhaus zu flüchten. Sie musste danach mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Spital, ebenso die Heimhilfe und die Wohnungsinhaberin, nachdem sie von der Berufsrettung notfallmedizinisch versorgt worden waren.

Die Berufsfeuerwehr drang mit Atemschutzgeräten in die Brandwohnung vor. Zum Ablöschen brauchte es lediglich eine tragbare, zehn Liter Wasser fassende Kübelspritze. Rauch und Hitze hingegen "richteten massive Schäden an", sagte der Feuerwehrsprecher. "Die anderen Hausbewohner wurden beruhigt und aufgefordert, in ihren rauchfreien Wohnungen zu bleiben, da sie dort in Sicherheit waren."

Feuerwehr wies auf Gefahr durch Brandrauch hin

Die Feuerwehr, die mit sechs Fahrzeugen und 27 Kräften im Einsatz war, machte Wohnung und Stiegenhaus mit Hochleistungsventilatoren wieder rauchfrei. "Dieser Vorfall zeigt wieder, wie gefährlich Brandrauch ist: Nur zwei, drei Atemzüge, und man ist ohnmächtig, wenige Atemzüge mehr, und man kann an den Rauchgasen sterben", warnte Feiler und appellierte: "Bei einem Brand in einem Haus mit mehreren Wohnungen unbedingt in der eigenen Wohnung bleiben, wenn diese vom Brand nicht betroffen ist. Die Türen zu Gang, WC und Badezimmer schließen und bei einem geöffneten Fenster auf sich aufmerksam machen. Unter keinen Umständen selbst versuchen, über das verrauchte Stiegenhaus zu flüchten." Sofern möglich sollte die Tür der Brandwohnung geschlossen bleiben, damit das Stiegenhaus möglichst lange rauchfrei bleibt.

(APA/Red)

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