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Drei Kalong-Flughunde im Wiener Tiergarten Schönbrunn geboren

"Flughunde verbringen fast ihr gesamtes Leben kopfüber hängend", so der Wiener Tiergarten Schönbrunn.
"Flughunde verbringen fast ihr gesamtes Leben kopfüber hängend", so der Wiener Tiergarten Schönbrunn. ©APA/TIERGARTEN SCHÖNBRUNN/DANIEL ZUPANC
Der Wiener Tiergarten Schönbrunn hat am Mittwoch darüber informiert, dass drei Kalong-Flughunde im Regenwaldhaus das Licht der Welt erblickt haben.

Das gab der Tiergarten am Mittwoch bekannt. "Flughunde verbringen fast ihr gesamtes Leben kopfüber hängend, selbst der Nachwuchs wird in dieser Position geboren. Dabei arbeiten weibliche Flughunde nicht nur gegen die Schwerkraft, sondern bilden mit ihren Flügeln auch eine Art Hängematte, um das Jungtier nach der Geburt aufzufangen", hieß es vom Zoo.

Tiergarten-Schönbrunn: Jungtiere hängen etwa vier bis sechs Monaten zum Trinken an ihren Müttern

Etwa vier bis sechs Monate hängen die Jungtiere laut Zoo zum Trinken an ihren Müttern. Dann fangen sie an, auch feste Nahrung zu fressen und erste Flugversuche zu starten. Als fliegende Säugetiere nehmen Flughunde neben den Fledermäusen eine einzigartige Nische ein. "Flughunde ernähren sich hauptsächlich von Früchten, Pollen, Nektar und Blüten. Da sie auf der Nahrungssuche weite Strecken zurücklegen können, sind sie wichtige Samenverbreiter und leisten einen wertvollen Beitrag zur Aufforstung von Wäldern", wurde Tierpflegerin Samantha Cloer zitiert. Den Tag verbringen sie kopfüber an ihren Schlafplätzen. Bei Einbruch der Dunkelheit schwärmen die Tiere aus, um Nahrung zu suchen. Im Gegensatz zu Fledermäusen nutzen sie dafür keine Echoortung, sondern finden die Nahrung mithilfe ihres ausgeprägten Geruchssinns und ihrer großen Augen.

Kalong-Flughund stammt aus Asien

Der Kalong-Flughund stammt aus Südostasien. Mit einer Flügelspannweite von bis zu 1,70 Metern gehört er zu den größten Fledertieren der Welt. Während die Flughunde im oberen Stock des Regenwaldhauses besucht werden können, ist die untere Ebene für Umbauarbeiten geschlossen. Bei diesem Warmhaus mit einer extrem hohen Luftfeuchtigkeit bedarf es nach über 20 Jahren einer umfassenden Grundsanierung. Erste Arbeiten, wie die Sanierung der Dachkonstruktion, wurden schon erledigt. Die Grundsanierung und Neugestaltung des Hauses sollen bereits Ende nächsten Jahres umgesetzt werden. Nach der Wiederöffnung können sich die Besucherinnen und Besucher über neue tierische Highlights freuen.

(APA/Red)

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