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Drei Jahre Haft für Räuber, der BIPA-Kassierin k.o. schlug

Weil er Geld für Drogen benötigte, überfiel ein 20-jähriger Bursch im April 2007 eine BIPA-Filiale in der Raxstraße in Wien-Favoriten. Er griff einfach in die Lade, als die Kassierin abrechnen wollte.

Als die 32-Jährige reflexartig die Lade schloss, schlug er sie mit einem wuchtigen Faustschlag ins Gesicht k.o. Die Angestellte erlitt einen mehrfachen Nasenbeinbruch und musste in weiterer Folge ihren Job aufgeben, wie am Mittwoch im Prozess gegen den jungen Mann zu erfahren war.

Die Frau ist aus psychischen Gründen nicht mehr in der Lage, Kunden zu bedienen. Sie habe sich fünf Wochen im Krankenstand befunden und stehe nach wie vor in therapeutischer Behandlung, legte ihre Anwältin dem Schwurgericht (Vorsitz: Stefan Erdei) dar. Der Angeklagte wurde daher nicht nur zu drei Jahren unbedingter Haft, sondern auch zur Zahlung eines Schmerzensgelds von 4.500 Euro verurteilt. Seine Beute hatte exakt 82,5 Euro ausgemacht.

Der 20-Jährige hatte nach der AHS-Unterstufe eine Lehre als Friseur begonnen, diese allerdings nach einem Jahr abgebrochen. Mit 13 hatte er erstmals Haschisch geraucht, mit 16 bevorzugte er Kokain und Ecstasy. In Kontakt mit Drogen sei er erstmals gekommen, weil man ihm diese vor seiner Schule geschenkt habe, berichtete der Bursch.

Neben schwerem Raub wurden ihm zahlreiche Diebstähle angelastet. Während seines Präsenzdienstes hatte er in der Kaserne Langenlebarn einem Grundwehrdiener seinen Laptop aus dem Spind gestohlen und diesen um 100 Euro am Wiener Westbahnhof verkauft. Zwei weiteren Kameraden stahl er ihre Sturmgewehre, die er ebenfalls zu Geld machen wollte. Weiters gab der umfassend geständige Angeklagte zu, in zwei Schulen eingebrochen zu haben. In den Lehrerzimmern hatte er jeweils gewaltsam die Spinde geöffnet und sich auf diese Weise um insgesamt 4.300 Euro bereichert.

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