Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

"Doggy Day": Kino für Hund und Herrl

©Disney
Mit dem Hund ins Kino - Das Wiener Admiralkino ermöglicht es Hundeliebhabern jeden ersten Donnerstag im Monat ihre Vierbeiner mit ins Kino zu nehmen. Der Testlauf hat ein riesiges Echo nach sich gezogen.
Video: Mit dem Hund ins Kino

“Sie ist jung und hat kein Sitzfleisch” – Clemens bereitet die Lebhaftigkeit seiner Begleiterin Sorgen. Nicht mit seiner Partnerin, sondern mit seiner Hündin ist er extra aus Linz angereist, um mit ihr erstmals gemeinsam ins Kino zu gehen. Diese ungewöhnliche cineastische Premiere ermöglicht – als einziges Lichtspielhaus Österreichs – das Wiener Admiralkino. Jeden ersten Donnerstag im Monat findet dort ein “Doggy Day” statt, bei dem nicht nur Filmfreunde, sondern auch deren Vierbeiner willkommen sind.

Die Idee stammt von Betreiberin Michaela Englert selbst. Sie hat das Haus in der Neubauer Burggasse vor eineinhalb Jahren übernommen, nachdem das Kino geschlossen werden sollte. “Wir haben uns damals überlegt, wie wir an neues Publikum herankommen könnten”, erinnert sie sich im APA-Gespräch. Als potenzielle Zielgruppe wurden schließlich jene Menschen erkannt, die womöglich nur deshalb nicht ins Kino gehen, da sie untrennbar mit ihrem Haustier verbunden sind.

“Der Testlauf hat ein riesiges Echo nach sich gezogen”, versichert Englert. Inzwischen sei der monatliche Doggy Day ein Fixtermin bei vielen Stammgästen. Probleme mit den tierischen Zuschauern, denen neben Kuschelplätzen und frischem Wasser auch Hundepopcorn geboten wird, gebe es kaum. Sollte doch einmal ein “Streithansel” für Unmut unter der befellten Kollegenschaft sorgen, fordere man den Besitzer freundlich auf, den Saal samt Unruhestifter zu verlasen: “Wir zahlen auch den Ticketpreis zurück”, verspricht die Admiral-Chefin.

“Es ist wie beim Tierarzt”, erklärt Englert. Die Hunde würden anfangs ganz erschrocken schauen, da sie angesichts anderer anwesender Artgenossen nicht wüssten, was los sei. “Während des Films schlafen sie dann ganz einfach, und die Leute können sich das ganz normale Kinoprogramm anschauen.” Dass alles friedlich verläuft, schreibt sie dem Erfahrungsschatz ihrer Kundschaft zu: “Jemand, der weiß, dass sein Hund in der U-Bahn hysterisch wird, wird nicht mit der U-Bahn fahren”, lautet die Logik der Kinobetreiberin.

Insgesamt verfügt der Saal über 17 Sitzreihen und zwei Logen. Gemäß einer behördlichen Ausnahmeregelung – normalerweise sind Hunde in Kinos verboten – dürfen pro Vorstellung rund 20 Tiere vor der Leinwand platznehmen. Deshalb wird im Vorhinein um Anmeldung gebeten. Am gestrigen Donnerstag, an dem man mit der Komödie “Space Buddies” rund um Hunde im Weltall gewissermaßen sogar einen artverwandten Streifen zeigte, hat sich der Ansturm bei Zwei- und Vierbeinern allerdings in Grenzen gehalten. Dies liege am schönen Wetter, so Englert. Üblicherweise kämen im Sommer nur rund die Hälfte der Besucher vom Jänner oder Februar.

Heidis Hund Cookie ist Abendveranstaltungen gewöhnt. “Wir waren schon im Theater”, erzählt das stolze Frauchen der APA vor Filmbeginn. Ins Kino sei der Hund bisher aber noch nicht mitgekommen: “Es ist positiv, dass hier was los ist.” Auch Clemens’ Liebling ist mit bewegten Bildern bestens vertraut. “Fernsehen kennt sie, aber ob sie das lange Sitzen aushält, da bin ich mir nicht sicher.”

  • VIENNA.AT
  • Wien
  • Wien - 7. Bezirk
  • "Doggy Day": Kino für Hund und Herrl
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen