Doch keine Calatrava-Brücke in Wien

Wien wird doch keine Brücke des Architekten Santiago Calatrava bekommen: Ursprünglich hatte die Stadt geplant, einen entsprechenden Auftrag an den Spanier ohne Wettbewerb zu vergeben, was zu Kritik geführt hatte.

Der geplante Übergang über die Triester Straße beim Wienerberg ist nun jedoch an den Forderungen Calatravas gescheitert, teilte Planungsstadtrat Rudolf Schicker mit.

“Leider konnten wir uns mit dem Architekten nicht über essenzielle Rahmenbedingungen wie eine Kostenobergrenze bei Honorar und Baukosten sowie über das Mitspracherecht der Wiener Experten und damit über die Werknutzungsrechte einigen”, so der Stadtrat. Eine Calatrava-Brücke wäre eine wichtige Signalwirkung für Wien gewesen – im Interesse der Steuerzahler könne es zu der Auftragsvergabe jedoch nicht kommen.

Nach längerer Diskussion im Vorfeld hatte im Juni der Wiener Gemeinderat mit den Stimmen von SPÖ und ÖVP dafür gestimmt, an Calatrava den Auftrag zum Brückenbau zu erteilen, ohne dass sich dieser einem Wettbewerb hätte stellen müssen – was von Grünen, FPÖ und der Architektenkammer heftig kritisiert wurde. Geplant war ein Fußgänger- und Radfahrsteg.

Am Donnerstag sprache sowohl die Grünen als auch die ÖVP von einem Versagen Schickers. “Schickers Branding-Politik, die nur auf große Namen abzielt, ist einmal mehr peinlich gescheitert”, so die Grüne Planungssprecherin Sabine Gretner. So dilettantisch dürfe Stadtplanung nicht betrieben werden, konstatierte VP-Planungssprecher Alfred Hoch.

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