Dirigent Marco Armiliato freut sich auf Opernball-Eröffnung mit Anna Netrebko

Anna Netrebeko und Dirigent Marco Armiliato eröffnen den Opernball 2019.
Anna Netrebeko und Dirigent Marco Armiliato eröffnen den Opernball 2019. ©APA/ANDREAS PESSENLEHNER
Marco Armiliato zählt zu den gefragtesten Opern-Dirigenten der Welr und wird am 28. Februar gemeinsam mit Anna Netrebko den Wiener Opernball 2019 eröffnen.
Anna Netrebko singt bei der Eröffnung

Der Wiener Opernball ist für Armiliato aber auch “ein wunderbarer Eisbrecher, um neue Menschen für die Oper zu begeistern”, sagte er gegenüber der APA.

Armiliato ist generell von der Musikaffinität der Österreicher – und der Wiener speziell – angetan. In keinem anderen Land würde etwa ein Opernhaus Mittelpunkt des größten gesellschaftlichen Events sein, das noch dazu von einem Millionenpublikum via TV verfolgt wird. Für die Staatsoper sei das eine unglaubliche Chance, einem breiten Publikum die Schönheit dieser Kunstform näher zu bringen. “Die Oper ist nicht für wirtschaftliche oder kulturelle Eliten gedacht. Sie ist für alle da. Die italienische Oper hatte etwa ihren Höhepunkt, als sie ein Massenphänomen war, die den Menschen einfach Spaß gemacht hat”, sagte der Dirigent.

Anna Netrebko singt bei der Opernball-Eröffnung

Mit Anna Netrebko bei der Eröffnung sollte dies wohl auch gelingen: Die Starsopranistin wird zuerst “Il bacio” von Luigi Arditi und dann mit ihrem Ehemann Yusif Eyvazov “O soave fanciulla” aus “La Boheme” von Giacomo Puccini darbieten. Eyvazov wird zudem die weltberühmte Arie “Nessun dorma” aus Puccinis “Turandot” singen. Der Idealfall wäre für Armiliato nun Folgender: Jemand vor dem Fernseher findet, dass “Nessun dorma” wunderschön ist, “O soave fanciulla” noch schöner – und entdeckt so die Welt der Oper für sich. Und vielleicht ist der Zuseher eines Tages so begeistert davon wie der Italiener: “Musik ist meine Schwester, meine Mutter, meine Geliebte, mein Leben.”

Armiliato: “Ich bin immer nervös”

Für Armiliato selbst ist der Abend zwar aufregend, “aber ich bin immer nervös. Und im Prinzip sollte es keinen Unterschied machen, ob man für eine Person spielt oder für zwei Millionen”, sagte der Dirigent. Dank des inzwischen auch in der Opernwelt breiten Streamingangebotes sei ein Millionenpublikum etwa bei einer Aufführung in der “Met” in New York aber auch üblicher geworden.

Die Aufgabe des Dirigenten bei einer Oper sei es übrigens nicht, seine eigene Genialität zur Schau zu stellen, sondern die Stimmen der Sänger bestmöglichst zur Geltung zu bringen. Zudem müsse er auch noch über ein feines psychisches Sensorium verfügen. Wenn ein Sänger auf der Bühne etwa Probleme mit der Atmung bekomme, müsse der Dirigent dies abfedern, schilderte Armiliato. Mit Netrebko ist er ein eingespieltes Team: “Wir treten seit 30 Jahren gemeinsam auf.”

Den Opernball hat Armiliato schon besucht: “Ich liebe das Klassische und Traditionelle. Jeder sollte den Ball einmal erleben, er ist wirklich wunderschön und ganz speziell. Auch wenn ich die Oper an dem Tag kaum wiedererkenne”, sagte der Italiener.

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(APA/Red)

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