Die Statistik stimmt noch nicht

Zwei Drittel der Formel-1-Saison 2004 sind Geschichte. Und Christian Klien hat sich im Jaguar-Team Respekt verschafft. Einzig die Statistik stimmt für den Hohenemser noch nicht.

Zwölf Grand Prix, neunmal im Ziel, Rang neun als beste Platzierung – nur in der WM-Punktestatistik stimmt es noch nicht. Besonders wichtig aber: die Formkurve des 21-Jährigen zeigt nach oben. In Hockenheim war Klien in den Trainings nahe an seinem Kollegen Mark Webber dran, zum Teil sogar schneller. „Es war das bisher beste Wochenende in der Formel 1 für mich”, resümierte Christian zufrieden, ehe es in die 20-tägige Pause ging. Die von der Ennstal-Classic und Entwicklungsarbeiten in Milton Keynes unterbrochen werden.

Für Rang zehn in Hockenheim – der dritte Top-Ten-Platz nach Kanada (Neunter) und Malaysia (Zehnter) – hatte C. K. hart zu kämpfen, immerhin befanden sich mit Jenson Button, Rubens Barrichello, Antonio Pizzonia, Jarno Trulli und Rubens Fisichella namhafte Piloten sowohl direkt hinter als vor ihm. Erstmals wurde Christian nicht überrundet, von der Punktepremiere war er gerade 20 Sekunden entfernt. Das beeindruckte auch Mark Gillan, Chef der Leistungskontrolle bei Jaguar: „Christian erledigte da draußen eine gute Arbeit, blieb ohne Fehler. Er macht weiterhin Fortschritte und ist steigerungsfähig.”

Die Schwierigkeit, die sich für Klien im Feld der weltbesten Piloten herauskristallisiert? Um in die Punkteränge zu fahren, muss der R5 perfekt auf die Strecke abgestimmt sein. Und Christian selbst die gesunde Balance zwischen Aggressivität, Kaltblütigkeit und Cleverness finden, die unter den Begriff Rennfahrerinstinkt fällt.

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