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Die Pläne des Stadtgartendirektors

Rainer Weisgram &copy APA
Rainer Weisgram &copy APA
Wien wird einfärbig, und rot kommt dabei nicht zu kurz: Im kommenden Jahr werden sich nach den Plänen von Stadtgartendirektors Rainer Weisgram monochrome Blumenachsen vom Zentrum bis in die Peripherie ziehen.

Weisgram amtiert seit Ende 2005. Seither arbeitet er kräftig am Bild, das er der Nachwelt hinterlassen will: „Ich habe mir das ehrgeizige Ziel gesetzt, dass man vielleicht auch die Epoche Weisgram einmal erkennt“, umriss er im APA-Interview seine Vision.

Einer der Farbwege, die eigene Namen erhalten sollen, wird sich etwa über das Rathaus und das Stadtgartenamt bis nach Oberlaa ziehen. Dabei sollen sämtliche Beete, Verkehrsinseln und Blumenapeln auf dem Weg primär in einem Farbton – also deutlich ruhiger als bisher – bepflanzt werden. „Wir wollen ausprobieren, wie die Bevölkerung darauf reagiert“, so Weisgram. Zur Information sollen sogar Folder aufgelegt werden.

Dabei sprechen schon die Farbnamen der projektierten Pflanzen Bände: Zum Rathaus ziehen sich Begonien im Farbton „Inferno hoch rot“. Blumig auch die Bezeichnungen für die Nordachse, die in „Yellow Boy“ und „Orange Boy“ erblühen wird. Weisgram betrachtet die Blumenbeete als Visitenkarte, mit denen man Akzente setzen kann: So steht passend zum Jubiläumsjahr vor dem Stadtgartenamt Puppenfamilie Mozart am bepflanzten Flügel.

Seit einem halben Jahr arbeitet Weisgram an seinem „Parkleitbild“. Dazu gehören Elementen wie eine Hundezone und einen Trinkbrunnen in jedem der rund 1.000 Parks und Grünanlagen (Grünstreifen noch nicht mitgerechnet). Insgesamt sollen diese durchsichtiger werden, ohne große Strauchgruppen. Hier zeigt sich Weisgram, der seinen privaten Garten am Semmering hat, selbstbewusst: „Wir in Wien wollen Vorbild für Europa sein.“

So sollen die Anlagen multifunktionell für alle Bevölkerungsgruppe nutzbar sein, für Sportbegeisterte wie Entspannungssuchende. Alle neuen und umgebauten Parks sollen außerdem geschlechtsspezifisch gestaltet werden: „Wir wollen das aktuelle Schlagwort ’Gendern’ in den Parkanlagen bis zum Exzess ausleben, in jeder Beziehung“, kündigte Weisgram an. Dies betreffe etwa das Aufstellen von Korbschaukeln, wo sich Mädchen plaudernd treffen könnten oder andere Sportanlagen als den klassischen Fußballkäfig. Ein Beispiel für die Umsetzung seines Leitbildes sei der Resselpark in Wieden, so Weisgram.

Bei den Planungen solle immer die Bevölkerung eingebunden werden. „Ich will, dass der Bürger das Gefühl bekommt, ’Ich gehöre dazu’“, unterstrich der Chefgärtner. Anfang 2007 sollen deshalb erstmals Blumenbeete durch Schulklassen angelegt werden.

Aber auch die historischen Parkanlagen wie Türkenschanz-, Rathaus- und Pötzleinsdorfer Schlosspark haben es Weisgram angetan: „Vor diesen Parkanlagen verneige ich mich mit Respekt.“ Aus diesem Reigen der von der Stadt verwalteten historischen Anlagen steht derzeit nur der Stadtpark unter Denkmalschutz. Weisgram will nun aktiv betreiben, dass auch die anderen genannten diesen Schutz erhalten, was bedeutet, dass bei etwaigen Umgestaltungen das Denkmalamt eingebunden werden muss. Der Rathauspark stehe kurz vor Erhalt dieser Schutzkategorie.

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