Die Leopold Museum-Privatstiftung

Im Jahr 1994 wurde die 5.266 Kunstwerke umfassende Sammlung Leopold von Rudolf Leopold mit Unterstützung der Republik Österreich und der Österreichischen Nationalbank in eine Stiftung eingebracht. Als Stiftung ist das Leopold Museum kein Bundesmuseum, das Restitutionsgesetz in seiner geltenden Form nicht anzuwenden.

Laut Stiftungsurkunde hat die Stiftung “den Zweck, die vom Stifter gegründete Sammlung auf Dauer zu erhalten, der Öffentlichkeit durch den Betrieb eines Museums zugänglich zu machen, zu dokumentieren und wissenschaftlich aufzuarbeiten. Dadurch soll insbesondere die in Wien zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstandene ‘Moderne’ in ihrer Bedeutung für die kulturelle Entwicklung Österreichs dargestellt werden. Die Stiftung verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne der Bundesabgabenordnung, es besteht keine Gewinnerzielungsabsicht.”

Laut dem Vorstandsvorsitzenden der Stiftung, Helmut Moser, ist “die Zukunft von Stiftung und Museum in der Stiftungsurkunde klar geregelt, wir werden das Werk Rudolf Leopolds würdig weiterführen”, so Moser heute, Dienstag, in einer Aussendung. Der Vorstand der Stiftung besteht nach dem Ableben von Rudolf Leopold nun aus sieben Mitgliedern: Die Bundes-Seite vertreten Helmut Moser (Vorstandsvorsitzender, Unterrichtsministerium), Wolfgang Nolz (Finanzministerium) sowie der Direktor des NÖ Landesmuseums, Carl Aigner, und Arbeiterkammer-Direktor Werner Muhm, die “Leopold”-Seite Ehefrau Elisabeth Leopold, Sohn Diethard Leopold (der vor wenigen Tagen für den scheidenden Martin Eder berufen worden war) sowie der Anwalt Andreas Nödl. Bereits für morgen, Mittwoch, ist eine Vorstandssitzung angesetzt.

Getrennt davon ist die Nachfolge Leopolds als Direktor des Museums zu regeln. Diese wird ebenfalls vom Stiftungsvorstand bestimmt, was nach Angaben des Museums in den nächsten Wochen passieren soll. Der Vertrag des kaufmännischen Direktors Peter Weinhäupl ist bereits vor wenigen Wochen bis 2016 verlängert worden.

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