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Die kleine Liebesapotheke

Von Bagatellen bis Rosenkrieg - Christiane Holler, alias Holly Holunder, beantwortet per E-Mail zahlreiche Briefe ratsuchender Menschen. In diesem Buch wurden die besten gesammelt.

Christiane Holler
Die kleine Liebesapotheke
Orac

Beschreibung

Herzflattern im Anfangsstadium Psychotrip, ausufernd Beziehungsschnupfen, stockend So oder ähnlich lauten die Diagnosen, die Christiane Holler, alias Holly Holunder, stellt. Sie hat das Herz am rechten Fleck, und so lesen sich auch ihre Ratschläge: Kühlen Sie wieder runter auf normale Herztemperatur!, rät sie einer Klientin, die sich im so genannten Ausnahmezustand befindet. Ein ängstlich verliebter Mann bekommt einen Knuff: Wenn Sie sich jetzt nicht angeln lassen, werden Sie alt, schrumpelig und grau und träumen ein Leben lang vom großen Glück. Liebesschmerz oder Einsamkeit beides probiert, kein Vergleich! Holly Holunder bringt Klarheit ins Gefühlschaos. Mit der nötigen Portion Humor, für alle Phasen der Liebe: Den Anfang. Die Gewöhnungsphase. Den Alltag. Die fast vergessene Liebe des Anfangs. Die Trennung. Oder das Beieinanderbleiben. Oder einen neuen Anfang, womit alles wieder von vorn beginnt.

Vienna Online Rezension

Binsenweisheiten in grobem Schreibstil – warum sich manch Liebender hilfesuchend ausgerechnet an Holly Holunder wendet, bleibt uns schleierhaft. Jedenfalls stellt sich die Autorin mit ihrem Buch “Die kleine Liebensapotheke” selbst an den Pranger. Die ausgewählten E-Mails der Fragenden lassen oft überraschen aber auch langweilen. Umso verblüffender sind die Antworten, die wohlgemerkt unzensiert und ungekürzt mitabgedruckt sind: unsensibel, krampfhaft lustig und völlig unbrauchbar. Toppen kann sich die Autorin überdies mit ihren “persönlichen Notizen”, die sie eifrig nahezu jedem Eintrag hinzufügt. Hier kommentiert Holler den E-Mail-Verkehr und legt ausdrücklich und unmissverständlich ihre Abneigung gegenüber den Ratsuchenden vor. Es scheint, dass Holler die Hilfesuchenden weder ernst nimmt noch ansatzweise respektiert.

Alles in allem ein höchst merkwürdiges Buch, das gerade durch diese Eigenart schon wieder lesenswert sein könnte (Betonung auf “könnte”). Und angesichts des stolzen Preises zum Abschluss noch ein persönlicher Rat: Schenken lassen, auf der Straße finden oder bei Vienna Online gewinnen. Punkt. Aus. [MAS]

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