"Die größten Pfosten": BP-Kandidat Grosz verpackt Wahlprogramm in Wutrede

Grosz bezeichnet die BP-Wahl als "Abrechnung mit dem Establishment".
Grosz bezeichnet die BP-Wahl als "Abrechnung mit dem Establishment". ©APA/EVA MANHART
Kein gutes Haar lässt Hofburg-Kandidat Gerald Grosz an der aktuellen Regierung bzw. Bundespräsident Van der Bellen. In einer Wutrede rechnete er am Dienstag mit der heimischen Politik ab und präsentierte dabei auch sein Wahlprogramm.
Grosz singt derbes Volksfest-Lied
Facebook-Seite von Grosz gesperrt

Präsidentschaftskandidat Gerald Grosz hat in einer Art Beschimpfungsorgie vor der Hofburg am Dienstag sein Wahlprogramm präsentiert. Dieses beinhaltet die sofortige Entlassung der Regierung, die Auflösung des Parlaments, die Ausrufung von Neuwahlen, den Austritt aus der EU und ein Ende der Russland-Sanktionen.

Grosz bezeichnete die Bundesregierung und den amtierenden Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen als "Establishment", das das Land in den Ruin geführt habe.

BP-Wahl: Grosz hält Wutrede vor der Hofburg in Wien

Tragende Säulen des Staates wie die Sicherheit, der soziale Friede und die Bildung seien brüchig geworden. In der Corona-Zeit habe sich viel Aggression aufgestaut und mit dem Wirtschaftskrieg gegen Russland, der nicht zu gewinnen sei, drohe der wirtschaftliche Ruin und eine Armutswelle, zeichnete Grosz düstere Szenarien. Die Regierung bringe das Land wirtschaftlich und gesellschaftspolitisch um, so Grosz.

"Die größten Pfosten" am Werk - Hofburg laut Grosz "Laufhaus"

Das Niveau des politischen Personals sei unterirdisch, nicht die Besten seien am Werk, "sondern die größten Pfosten". Van der Bellen habe durch die unzähligen Angelobungen in den vergangenen drei Jahren die Hofburg zu einem "Laufhaus" und sich selbst zu einem "Angelobungsautomaten" gemacht.

BP-Kandidat Grosz zu "Zipfel"-Video: "Muss mich nicht verstellen"

Hofburg-Kandidat Grosz hat am Wochenende ein Video von sich selbst ins Netz gestellt. Darin schunkelt er mit einem Bier in der Hand und singt "Zipfel rein, Zipfel raus". Auf die Frage, was er damit zum Ausdruck bringen wollte, antwortete Grosz, dass er authentisch sei, sich nicht verstellen müsse und Humor habe.

Passanten kommentierten den Auftritt des früheren BZÖ-Politikers mit "Ojeoje, der Grosz" und "der Clown".

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(APA/Red)

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