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Die größten Demonstrationen in Österreich: Von Lichtermeer bis Pegida

Das "Lichtermeer" am Wiener Heldenplatz am 23.01.1993
Das "Lichtermeer" am Wiener Heldenplatz am 23.01.1993 ©APA Archiv
Gegen den Akademikerball, für und gegen die Pegida fanden in Wien zuletzt Aufsehen erregende Demonstrationen statt. Dass Menschen in Österreich für ihre Überzeugungen auf die Straße gehen, um ein Zeichen zu setzen, hat eine jahrzehntelange Tradition - wir haben den Rückblick für Sie.
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Zunächst ging es gegen den von der FPÖ organisierten Akademikerball, dann gegen die “Pegida Wien” – zweimal innerhalb von wenigen Tagen prägten Aktivisten das Wiener Innenstadtbild. Hunderte oder gar tausende Menschen gingen in der jüngeren Vergangenheit vor allem gegen die schwarz-blaue Regierung auf die Straße. Die größte Aktion war das Lichtermeer 1993.

Größte Demo: Lichtermeer am Heldenplatz

Die größte Demonstration der Zweiten Republik fand am 23. Jänner 1993 auf dem Wiener Heldenplatz statt. 250.000 bis 300.000 Menschen demonstrierten damals mit dem “Lichtermeer” gegen Ausländerfeindlichkeit. Unmittelbarer Anlass dafür war das Ausländervolksbegehren der FPÖ (“Österreich zuerst”), die Kundgebung richtete sich aber auch gegen die Asyl- und Zuwanderungspolitik der Großen Koalition.

150.000 gegen Schwarz-Blau

Der Koalitionsbeschluss von ÖVP und FPÖ zur Jahrtausendwende führte nicht nur zu Sanktionen auf EU-Ebene, auch im Land regte sich erheblicher Widerstand gegen Schwarz-Blau. Zu einer Großkundgebung am 19. Februar 2000 kamen nach Angaben der Polizei 150.000 Teilnehmer. 12.000 Menschen zogen dann bei der ersten sogenannten Donnerstags-Demonstration gegen Schwarz-Blau am 24. Februar 2000 durch die Wiener Innenstadt. Die Aktion wurden dann vom “Aktionskomitee gegen Schwarzblau” als “Donnerstag-Demonstration” institutionalisiert und sollten durchgeführt werden, so lange die Regierung im Amt ist. Auch in den Wochen und Monaten darauf gingen Menschen auf der Straße, bei geringerer Teilnehmerzahl allerdings. Zu den Jahrestagen der ersten ÖVP-FPÖ-Koalition versammelten sich die Gegner wieder, 2005 waren es allerdings nur rund 550 Personen.

Demo gegen die Pensionsreform

Trotz eines schweren Unwetters wehrten sich am 13. Mai 2003 bei einer vom ÖGB organisierten Demo über 100.000 Österreicher gegen die Pensionsreform der Regierung. Mit Sonderzügen und Bussen kamen sie nach Wien und zogen vom West- und Südbahnhof zum Heldenplatz, wo die große Abschlusskundgebung stattfand.

Gegen ein Islam-Zentrum in der Dammstraße in Wien wurde mit Unterstützung der FPÖ am 14. Mai 2009 demonstriert. An der “Anti-Moschee-Demo” und der Gegendemonstration nahmen jeweils rund 700 Personen teil. FPÖ-Parteichef Heinz-Christian Strache zog dabei die Kritik von Kirchenvertretern auf sich, da er mit einem Kreuz in der Hand gegen den Bau einer Moschee zu Felde gezogen war.

Studenten besetzen Audimax in Wien

Protest in Form einer Besetzung übten die Studenten im Herbst 2009 aus. Die Aktion begann mit einer Demo gegen Änderungen der Studienstruktur am 22. Oktober 2009, kurzerhand wurde in weiterer Folge das Audimax der Universität Wien besetzt und mit der Einrichtung von Infrastruktur begonnen – unter anderem der “Volxküche”. An der größten Demonstration im Rahmen der Proteste nahmen zwischen 10.000 und 50.000 Menschen teil. Bei der Räumung nach 60 Tagen kurz vor Weihnachten lief “unibrennt” aber nur noch auf Sparflamme.

Demos gegen den WKR-Ball

Nachdem der Opernball in der Staatsoper als Demonstrationsanlass ausgedient hatte, rief in den vergangenen Jahren der Ball des Wiener Korporationsrings (WKR), der inzwischen Akademikerball heißt und von der FPÖ organisiert wird, zahlreiche Gegner auf den Plan. Bei den Demonstrationen von linken Gruppierungen kam es immer wieder zu Zwischenfällen und auch Sachbeschädigungen. Vergangenen Freitag sprach die Polizei bei der Demo gegen den Akademikerball in der Hofburg von rund 5.000 Teilnehmern, die Veranstalter von 9.000.

5.000 marschieren gegen Pegida

Die erste Kundgebung der vor wenigen Wochen nach Dresdener Vorbild gegründeten “Pegida Wien”-Bewegung (“Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes”) am Montagabend wurde ebenfalls von Protesten begleitet. Nach Polizeiangaben marschierten rund 5.000 Personen gegen die islam-feindliche Gruppierung. An der Pegida-Kundgebung, deren “Spaziergang” verhindert wurde, nahmen laut Exekutive rund 500 Anhänger teil.

(apa/red)

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