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Die Glorreichen Drei und das Mittelmeer

Gegen - oder besser für - fast alles ist ein Kraut gewachsen.
Gegen - oder besser für - fast alles ist ein Kraut gewachsen.
Kräuter dienen zur Verfeinerung von Speisen und sind seit jeher wesentlicher Bestandteil der Volksmedizin. Denn gegen oder besser für fast alles ist ein Kraut gewachsen.

Die Vielfalt der Aromen scheint grenzenlos zu sein: vom Thaibasilikum bis zum Zitronengras, vom Ingwer bis zum Koriander. Eine globalisierte Welt schickt unseren Gaumen oft auf Entdeckungsreisen in ferne Länder. Doch heute blicken wir nicht in die Ferne. Sondern in die heimischen Kräutergärten. Und da sticht eine aromatische Dreifaltigkeit besonders heraus: Schnittlauch, Petersilie und Liebstöckel.

Schnittlauch

Dieses weitverbreitete Kraut sollte in keinem Haushalt fehlen. Wird auch Graslauch, Binsenlauch, Jakobszwiebel oder Schnittling genannt. Als Topfpflanze schmeckt er frisch und intensiv. Ob Suppen, Salate, Dips oder auch eine Eierspeise: Er passt fast überall dazu. Und wer schon einmal ein Schnittlauchbrot mit Butter genossen hat, der weiß, was dieser Tausendsassa alles kann.

Zudem ist Schnittlauch reich an Kalium, Kalzium und Vitamin C. Gute Erde und ausreichend Feuchtigkeit tragen zum Gedeihen bei. Im Garten halten sich die Stöcke über einige Jahre. Sind die Wurzelstöcke im Winter einmal durchgefroren, kann man sie ins Warme holen und vortreiben.

Petersilie

Sie wird auch Petersil, Peterle, Peterling oder Petergrün genannt. Ebenso wie der Schnittlauch ist die Petersilie in der heimischen Küche ein Dauergast. Nicht nur dort. Auch viele mediterrane und orientalische Speisen wären ohne sie nicht vorstellbar. Ob zu Kartoffeln, Fleischwaren, Bohnen oder Fisch, mit Petersilie schmeckt es einfach besser.

Petersilie wirkt sich positiv auf die Verdauungsorgane aus. Zudem wird ihr eine aphrodisierende Wirkung zugeschrieben. Im Garten erweist sich der Anbau von „Peterle“ manchmal als etwas schwierig. Steht er zu feucht, fühlt er sich nicht wohl; säen oder setzen wir ihn an den gleichen Platz wie im Vorjahr, ist er auch beleidigt. Am besten wächst er an neuen Standorten oder in guter Blumenerde.

Liebstöckel

Und zu guter Letzt Liebstöckel. Das Maggikraut, wie es auch genannt wird, heißt nicht von ungefähr so. Es schmeckt anfangs süßlich und dann scharf und würzig. Seine verdauungsfördernde Wirkung nutzen wir in Suppen, zu Gemüse, in Fleischgerichten und Saucen. Die Liebstöckelblätter eignen sich sogar für einen wundreinigenden Tee. Im Garten braucht die große Pflanze ausreichend Platz. Sie hat gern Sonne bis Halbschatten und bevorzugt humusreiche Böden. In guter Erde und tiefen Töpfen gedeiht Liebstöckel auch am Balkon hervorragend.

Mediterrane Genüsse

Zwar nicht ganz so häufig im Einsatz, aber in fast allen Küchen in Griffweite sind Rosmarin, Oregano, Bergbohnenkraut und Thymian. Diese mediterranen Kräuter zaubern auf jeden Fall Freude in Gesichter und Gaumen. Und sie helfen sogar, Salz zu sparen. Da sie aus heißen Gegenden stammen, lieben sie auch bei uns die Sonnenplätze im Garten. Und durchlässige Böden. Diese Kräuter eignen sich besonders für große Töpfe und bringen so das Mittelmeer zu uns in den Garten oder auf den Balkon.

Basilikum

Wird auch Basilie, Basilienkraut oder Königskraut genannt und ist auf jeden Fall ein ganz besonderes Gewächs. Das gilt einerseits für den typischen und intensiven Geschmack. Andererseits für die nicht ganz einfache Haltung.

Denn es braucht sehr warme Temperaturen. Erst nach den Eismännern, kann man dieses spezielle Gewürz ins Freie pflanzen. Deshalb sollte man Basilikum in gro­ßen Töpfen halten, sodass es bei Bedarf rasch ins Warme geholt werden kann. Und nur mit lauwarmem Wasser in den Untersetzer gießen und dann restliches Wasser nach zehn Minuten ausleeren.

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