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Die Ärzte rockten beim Nova Rock "das größte Dorf der Welt"

Ein perfekter Abschluss für die heurige Ausgabe des Festivals
Ein perfekter Abschluss für die heurige Ausgabe des Festivals ©APA
Mit einer perfekten Headliner-Darbietung haben Die Ärzte in der Nacht auf Montag das Nova Rock beendet. Eine von Fans erhoffte Session mit den Toten Hosen blieb zwar aus, das Publikum kam dennoch auf seine Kosten.
Nova Rock: Die Ärzte
Nova Rock: Antilopen Gang

Beim Auftritt in Nickelsdorf als letzte Band des Festivals war von der sechsjährigen Band-Pause nichts zu spüren: Farin, Bela und Rod rockten ohne Knirschen im Getriebe.

Punkrock mit Ausflügen in andere Genres

So schräg und falsch das Intro "Also sprach Zarathustra" aus den Boxen geschallt war, so technisch versiert agierte das Trio. Immer wieder garnierten sie ihren Punkrock mit Ausflügen in andere Genres, zwischen Mitsing-Stücken ("Wie es geht", "Deine Schuld", "Schunder-Song") fegten sie auch mal ungeniert durch einen rotz-frechen Kracher wie "Punkbabies", sogar ausufernde Gitarrensoli wurden aufgeboten (Farin: "Ich fühle mich von Slash inspiriert"). Im Zugabenteil wurde u.a. der "Schrei nach Liebe" abgefeiert.

Anspielungen auf Ibiza-Affäre

Farin Urlaub wechselte zwischendurch mit Rodrigo Gonzales (Farin: "der chilenische Phallus") Gitarre und Bass, Drummer Bela B - im Ibiza-T-Shirt (Farin: "er ist die Oligarchentochter im Video") - kam immer wieder an den Bühnenrand und wechselte sich mit Farin wie üblich mit den Lead-Vocals ab. Besonders gut funktionierten auch Songs mit dreistimmigem Gesang.

Politik, Humor und Ironie

Politische Kommentare und Anspielungen - inklusive "Zack, zack, zack" - waren ebenso zu erwarten und wurden mit Humor und Ironie geboten. Auch wenn gediegene Lichteffekte das Konzert umrahmten, waren Die Ärzte die Show allein. Nach Hause wollte da niemand. "Ganz schön groß hier. Nickelsstadt, das größte Dorf der Welt", scherzte Farin in Anspielung auf die Menschenmasse vor der Blue Stage.

Einflüsse der 70er-Jahre: Wolfmother

Wolfmother hatten am Nachmittag das Festival in die 70er-Jahre katapultiert: Andrew Stockdale und seine Band servierten einmal mehr Hard Rock mit fetten Gitarren zwischen Led Zeppelin und Black Sabbath. Das Publikum nahm das lohnende Angebot an. Songs wie "Victorious", "Woman", "Gypsy Caravan" und, als letzte Nummer im dynamischen Set, "Joker & the Thief" haben live eben noch eine zusätzliche Portion Klasse.

Antilopen Gang rockte Bühne

Ein beeindruckende Show zog zuvor auch die Antilopen Gang ab. Die deutschen Rapper brachten mit einer Mischung aus Punk und Polit-Hip-Hop das Publikum auf ihre Seite. Ziemlich laut und mit einigen Ausflügen ins Horrorgenre wusste auch Rob Zombie mit seiner Band zu überzeugen.

(APA)

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