Deutscher Film-Friedenspreis an Schmid und Tukur

"Sturm" war schon bei der Berlinale vertreten
"Sturm" war schon bei der Berlinale vertreten ©APA (dpa)
Der Regisseur Hans-Christian Schmid ist beim Filmfest München für seinen Streifen "Sturm" über Kriegsverbrechen im ehemaligen Jugoslawien mit dem Friedenspreis des Deutschen Films ausgezeichnet worden. Der mit 10.000 Euro dotierte Bernhard Wicki Filmpreis "Die Brücke" wurde ihm am Donnerstagabend im Münchner Cuvillies-Theater verliehen.

“Der Regisseur erzählt mit seiner ihm eigenen stilsicheren Handschrift, zeitweise semi-dokumentarisch, in eindrucksvollen Bildern von der Spurensuche nach den Verbrechen des ehemaligen Jugoslawienkrieges”, begründete die Jury. Auf der Gästeliste standen auch Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer als Schirmherr und seine Frau Karin.

Der Schauspielerpreis, der in diesem Jahr erstmals verliehen wird, geht an Ulrich Tukur für seine Rolle des “John Rabe” in dem gleichnamigen und mehrfach preisgekrönten Kriegsdrama von Florian Gallenberger. Tukur spielt darin den Chef des Siemens-Werkes im chinesischen Nanking, der 1937 Zehntausende Menschen vor japanischen Angriffen rettete. “Er zieht alle Register seiner Schauspielkunst. Die Fallhöhe und die Wahrhaftigkeit dieses Ausnahmeschauspielers sind atemberaubend”, heißt es in der Begründung der Jury.

Der österreichische Regisseur Michael Haneke wird beim Filmfest München 2009 mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet. Der gebürtige Münchner erhält den CineMerit Award, der Persönlichkeiten des internationalen Filmschaffens für ihre Verdienste um die Filmkunst ehrt. Bei der Preisverleihung am Freitag (3. Juli) wird “Das weiße Band” gezeigt.

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