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Deutlich über Plan

Die Österreichische Postbus AG hat das abgelaufenen Jahr 2002 sowohl beim Umsatz als auch im Ergebnis deutlich über Plan abgeschlossen.

Der APA vorliegenden Unternehmenszahlen zufolge hat der Postbus im Vorjahr seinen Umsatz um 2,5 Prozent auf beinahe 200 Mio. Euro gesteigert. Der Betriebsverlust (EBIT) konnte dabei von 11,7 auf unter 5 Mio. Euro mehr als halbiert werden. Noch Ende November war der Postbus von einem Betriebsverlust von 10,8 Mio. Euro und einem weitgehend stagnierenden Umsatz von etwas über 194 Mio. Euro ausgegangen.

Gewachsen ist die Postbus AG vor allem in der Personenbeförderung, wo die Erlöse um mehr als 4 Prozent zulegten. Das Werkstättengeschäft ist hingegen im Vorjahr leicht geschrumpft.

Deutlich verbessert werden konnte nach den Zahlen insgesamt das Netto-Ergebnis: Der Jahresfehlbetrag verringerte sich von minus 42,2 auf 12,8 Mio. Euro. Spätestens für 2004 will der Postbus Gewinne schreiben.

Das Unternehmen wollte die Zahlen vor dem Wochenende nicht kommentieren. Morgen, Montag, sollen die Ergebnisse dem Aufsichtsrat vorgelegt werden. Ebenfalls für Montag ist die Hauptversammlung angesetzt. Offiziell sollen die Zahlen am Dienstag in der Bilanzpressekonferenz bekannt gegeben werden.

Thema der Aufsichtsratssitzung soll dem Vernehmen nach auch die Neuaufteilung der Geschäftsbereiche unter den beiden Vorständen sein. Vorstandsmitglied Werner Ott soll künftig für die Bereiche Verkehr, Marketing, Bus bzw. Service und Unternehmenskommunikation verantwortlich sein. Die Verkehrsplanung und Umsetzung der Verkehrskonzepte hingegen soll zu seiner Vorstandskollegin Wilhelmine Goldmann wandern. Daneben soll Goldmann weiter für Rechnungswesen & Finanzen, Personal, IT, Verhandlungen mit Verbünden und den Bereich Recht verantwortlich sein.

Gerüchte über eine Ablöse Otts haben sich am Freitag nicht bestätigt. Sowohl der Noch-Eigentümer ÖIAG, als auch die Postbus-Unternehmensleitung selbst dementierten vorerst.

Die Österreichische Postbus AG soll noch in diesem Jahr an die ÖBB verkauft werden. Ein Kaufvertrag wurde bereits im Vorjahr unterzeichnet. Jetzt prüft jedoch das Kartellgericht. Eine Entscheidung wird bis September erwartet.

Die Regierung hat in ihrem jüngsten Privatisierungsauftrag für die Zeit nach der Übertragung an die ÖBB bereits den Weiterverkauf eines maßgeblichen Teils der Postbus AG an Private beschlossen. Die Gewerkschaft läuft gegen diese Pläne Sturm und hat im Vorjahr deshalb schon drei Tage gestreikt. Arbeitsniederlegungen dürften beim Postbus nun aber auch im Zusammenhang mit der Pensionsreform drohen. Der Postbusbetriebsrat hat bereits angekündigt, sich an den vom ÖGB beschlossenen Abwehrstreiks beteiligen zu wollen.

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