Designermode für die Stadthalle

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Für die Mitarbeiter der Wiener Stadthalle erfüllt sich im kommenden Jahr der Traum vieler „Fashion Vicitims“: Sie tragen Designermode bei der Arbeit.

Heute, Montag, wurden die neuen Dienstuniformen der Veranstaltungshalle präsentiert, die vom Promi-Modeschöpfer Nhut La Hong kreiert wurden. „Wer kann schon sagen, in meinem Job trage ich einen echten La Hong?“, so Wiens Sozialstadträtin Renate Brauner.

Designer-As La Hong

„Es ist für mich absolut eine riesige Ehre“, freute sich La Hong, der zuletzt das Opernballkleid für Kanzlergattin Krista Schüssel entworfen hat.
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Der Designer, der vor seiner Karriere die Lehre zum technischen Zeichner absolviert hatte, betonte in der Pressekonferenz, dass er sich bei seinen Entwürfen an Roland Rainers Stadthallenarchitektur orientiert habe. Dementsprechend sind die Uniformen grau gehalten.

Nicht zum Einsatz kommt hingegen das Markenzeichen des 1967 in Saigon geborenen und seit 1981 in Österreich lebenden La Hong – das wendbare Kleid. Die Stadthallenuniformen sind nur einseitig tragbar. Einer breiten Öffentlichkeit werden sie am Montagabend in einer Modegala mit weiteren Arbeiten La Hongs in der Stadthalle präsentiert.

Bei dem gesamten Auftrag handle es sich um ein „Win-Win-Win-Win-Projekt“ für alle Seiten, freute sich auch Brauner. Schließlich würden La Hongs Vorgaben von Mitarbeitern des Beschäftigungsprojektes „Wien Work“ geschneidert. Dieser integrative Betrieb beschäftigt im Bereich Textil 16 großteils behinderte Menschen.

Er sei vom Engagement, dem Können und der Präzision der Mitarbeiterinnen wirklich überrascht gewesen, so La Hong. „Man wächst mit jedem Tag“, sinnierte der Modeschöpfer, der bereits Pläne für eine eigene Boutique unter Rückgriff auf die Arbeit von Wien Work schmiedete.

Bei den neuen Uniformen gehe es aber um mehr als nur eine modische Attitüde, hob Stadthallenchef Peter Gruber hervor. Wichtig sei auch die Funktionalität, da die Mitarbeiter schließlich Geld und Taschenlampen verstauen müssten. An diesen Detailfragen werde man noch Arbeiten, bevor die neue „Visitenkarte“ der Stadthalle im Jänner 2007 die bisherigen Arbeitsmäntel ablöst. “50 Jahre Mäntel als Arbeitskleidung sind einfach genug“, betonte Gruber.

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