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Der schönste Platz auf Erden - Kritik und Trailer zum Film

2016 war für ganz Österreich ein hartes Wahljahr - vielleicht besonders in Pinkafeld, der Heimatgemeinde des damaligen Bundespräsidentschaftskandidaten der FPÖ, Norbert Hofer. Über 70 Prozent der Pinkafelder standen damals hinter "ihrem" Kandidaten - auch wenn die Gemeinde an sich mehrheitlich sozialdemokratisch wählte. Gegen Ende des Jahres begann Regisseurin Elke Groen mit ihrer Kamera, den Menschen in Pinkafeld zuzuhören.Herausgekommen ist ein Stück österreichischer Zeitgeschichte.

Als der Riss durch Österreich im Jahr 2016 immer weiter aufklaffte, machte sich die Regisseurin Elke Groen auf den Weg ins Epizentrum: nach Pinkafeld. Dort, in der Heimatgemeinde des damaligen Präsidentschaftskandidaten und nunmehrigen FPÖ-Chefs Norbert Hofer, fing sie in den Folgejahren ein beklemmendes Stimmungsbild der Bevölkerung ein. Am Freitag kommt "Der schönste Platz auf Erden" ins Kino.

Der schönste Platz auf Erden - Kurzinhalt zum Film

Eigentlich hätte der Streifen im Frühjahr das Grazer Filmfestival Diagonale eröffnen sollen, doch die Premiere fiel wegen der coronabedingten Absage (und Teil-Austragung im Internet) ins Wasser. Nun erblickt "Der schönste Platz auf Erden" doch noch das Licht der Kinowelt. Und schon wieder ist alles anders. Denn im Rahmen der Dreharbeiten hat die Cutterin und Regisseurin ein irrwitziges Stück Zeitgeschichte eingefangen: Präsidentschaftswahl, Wiederholung der Präsidentschaftswahl, Nationalratswahl, Koalitionsbruch nach dem Ibiza-Video. Kurz vor der daran anschließenden Neuwahl endet der Film.

In zahlreichen Interviews mit Bewohnern der 5.900-Einwohner-Gemeinde entfaltet sich ein tieferer Einblick in schnell gefasste Vorurteile. Wählen wirklich alle in Pinkafeld FPÖ? Welche Menschen sind es, die sich offen zu Alexander van der Bellen bekennen? Und welchen Stand hat der SPÖ-Bürgermeister? Dass es nicht immer klare Antworten geben kann, zeigt der Film eindrucksvoll.

Der schönste Platz auf Erden - Die Kritik

Besonders durch die lange Spanne der Dreharbeiten zeigt sich in so manchem Gesprächspartner auch ein vorsichtiges Um- und Nachdenken. Zu Wort kommen auch jene, über die oft sonst nur geredet wird: Etwa eine Flüchtlingsfamilie, die in Pinkafeld ihre neue Heimat gefunden hat oder ein Barbesitzer, der von seiner Zeit als Jugendlicher erzählt, als er als "Zigeuner" in der Gastronomie nicht willkommen war.

Dabei gelingt es Groen, ihre Protagonisten nie vorzuführen oder Klischees zu verstärken. Besonders stark ist die Eingangsszene, in der die leeren Straßen Pinkafelds zu sehen sind, während man aus dem Off die ersten Stammtischparolen hört. Norbert Hofer selbst kommt in dem Streifen kaum vor. Groen lässt stattdessen jene sprechen, die ihn wählen wollten. Oder eben auch nicht. Schließlich trägt "Der schönste Platz auf Erden einen Untertitel: "Kein Film über Norbert Hofer".

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(APA/Red)

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