Der Onkel - Kritik und Trailer zum Film

In "Der Onkel/The Hawk" liefert das bewährte Duo Michael Ostrowski und Helmut Köpping einmal mehr eine unterhaltsame Familienkomödie, in deren Zentrum Ostrowski selbst steht, der Mike spielt, einen Strizzi wie er im Buche steht: Spieler und Frauenheld, ausgefuchst und mit großer Goschen. Als sein Bruder Sandro ins Koma fällt, wittert der Habicht seine Chance. Er taucht überraschend in der Villa seines Bruders auf, nachdem dieser einen Unfall hatte, und schleicht sich langsam ins Leben von dessen Familie, bestehend aus Frau Gloria (Anke Engelke) und den Kindern.

Ein wenig Action, Klamauk und Romantik, eine Prise Tränen und schon ist ein typischer Ostrowski fertig - ganz so einfach ist es zwar nicht, aber mit "Der Onkel/The Hawk" liefert das bewährte Duo Michael Ostrowski und Helmut Köpping einmal mehr einen unterhaltsamen Spielfilm made in Austria. Die Familienkomödie mit "Lucky Mike" und Anke Engelke in den Hauptrollen kommt am Freitag in die Kinos und bietet alles für einen locker flockigen Filmabend.

Der Onkel - Kurzinhalt zum Film

Mike ist ein Strizzi wie er im Buche steht: Spieler und Frauenheld, ausgefuchst und mit großer Goschen. Als sein Bruder Sandro ins Koma fällt, wittert der Habicht seine Chance. Er schneit in der Villa seines Bruders hinein und bedient sich in Abwesenheit von Frau Gloria und den Kindern gleich einmal beim Kühlschrank und nimmt ein Bad. Während das Wiedersehen für Gloria, mit der ihn eine 17 Jahre zurückliegende Liaison verbindet, zunächst eher kühl ausfällt, zeigen Nichte Stefanie (Elisea Ostrowski) und Neffe Niki (Maris Ostrowski) Interesse am Onkel.

Der Dandy übt sich also als Vaterersatz und versucht Gloria zurückzugewinnen, während er seinem Bruder im Spital den Zigarettenrauch ins Gesicht bläst und hämisch meint: "Wer nimmt jetzt dem Bruder die Frau weg." Doch so listig der Habicht auch vorgeht, immer wieder zeigt er auch Herz für seine Verflossene und es bahnt sich wieder eine zarte Verbindung an. Wären da nicht auch noch ein paar gierige Arbeitskollegen von Sandro hinter Geld her, das dieser vor seinem Koma versteckt hat. Zweite Baustelle ist ein Bestechungsskandal - um beides kümmert sich Mike in etwas tollpatschiger und naiver Manier, um Gloria aus der Bredouille zu helfen.

Der Onkel - Die Kritik

Zu Udo Jürgens "Ich weiß, was ich will" eskaliert aber die Situation, zu der auch die Nachbarn - gespielt von Hilde Dalik und Simon Schwarz - ein Schäuferl beitragen. Im rasanten Ende löst sich vieles auf, das Publikum bleibt zufrieden zurück und hatte so einiges zu Lachen.

Gedreht wurde der Film im ersten Lockdown 2020 nach dem Drehbuch von Ostrowski und Köpping, die Idee dazu sei ihnen aber schon 2006 zum ersten Mal durch den Kopf gegangen. Zeitlich fällt die Produktion somit auch in die Geburtsjahre der "Sex, Drugs and Rock'n'Roll"-Trilogie von Regisseur Michael Glawogger, in denen Ostrowski bereits geglänzt hat. Wem "Nacktschnecken" und "Hotel Rock'n'Roll" gefällt, wird auch beim "Onkel" auf seine Kosten kommen. Nebenbei sind auch zahlreiche andere bekannte Gesichter der heimischen Film-, Serien- und Comedyszene zu sehen - beispielsweise Kabarettist Christoph Fritz als staubtrockener Bankberater oder Mechthild Großmann als Glorias Mutter und "Schwiegerdrachen", die sich wunderbare Wortgefechte mit Mike liefert.

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(APA/Red)

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