"Der Meistertitel entschädigt für alles"

"Der Meistertitel entschädigt für alles", zog der oft mit Verletzungen hadernde Markus Katzer eine persönliche Bilanz.

Jürgen Patocka (Rapid-Abwehrspieler, der sich die Haare schneiden lassen musste): “Ich habe meine Frau gewarnt, sie nimmt es mit Humor. Ich hoffe, sie wachsen nach, für den Meistertitel kann ich das aber verkraften. Wir haben die ganze Woche gearbeitet wie in den Wochen zuvor, alle haben fest an den Meistertitel geglaubt.”

Steffen Hofmann (Rapid-Kapitän): “Ich glaube schon, dass der Titel schöner ist als vor drei Jahren. Wir haben ihn mit der eigenen Leistung vorzeitig gewonnen. Wir haben über die ganze Saison sehr guten Fußball, speziell im Frühjahr, gespielt. Ich denke, es ist für alle unheimlich schön, dass wir im eigenen Stadion den Meisterteller bekommen.”

Peter Pacult (Rapid-Trainer): “Es ist ein wunderschönes Gefühl etwas erreicht zu haben, was uns vor der Saison niemand zugetraut hat. Wir waren im erweiterten Kreis dabei, Salzburg und Austria waren aber die Favoriten, umso schöner ist es, dass der Titel in Hütteldorf ist. Mir geht es nicht um den Titel, sondern darum, dass sich die Mannschaft weiterentwickelt. Viele junge Spieler haben sich entwickelt, sie haben dem Druck standgehalten. Auf die Entwicklung lege ich auch als Trainer das Hauptaugenmerk. Ich habe noch keinen Plan, jetzt werde ich einmal mit der Mannschaft und den Fans feiern.”

Markus Katzer (Rapid-Abwehrspieler): “Der Meistertitel entschädigt für alles. Ich hatte eine schwere Situation, jetzt ist aber alles vergessen, hinter mir, es zählt nur heute, es ist ein Wahnsinn.”

Josef Hickersberger (ÖFB-Teamchef/Rapid-Meistertrainer 2005): “Ich habe überhaupt nicht damit gerechnet, dass Rapid Meister wird. Für mich war Salzburg der haushohe Favorit, selbst nach dem 0:7 habe ich Salzburg noch Chancen auf den Titel eingeräumt. Für Rapid ist das in Anbetracht der zur Verfügung stehenden Mittel ein sensationeller Erfolg. Parallelen zum bisher letzten Titel 2005 gibt es in der Außenseiterrolle, auch in den hervorragenden Leistungen von Steffen Hofmann. Auffällig war, dass österreichische Spieler sehr viel zu dieser Siegesserie am Ende der Meisterschaft beigetragen haben.” Und zu einer Nationalteam-Einberufung von Erwin Hoffer und Stefan Maierhofer: “Die Wahrscheinlichkeit ist groß. Ich habe mich natürlich schon entschieden. Beide haben im Frühjahr ordentliche Leistungen gebracht.”

Andreas Herzog (ÖFB-Teamchef-Assistent): “Rapid war ganz klarer Favorit und sie haben von Anfang an nichts anbrennen lassen. Altach hat aber auch schon einmal besser gespielt. Peter Pacult hat Fantastisches geleistet. Im Frühjahr waren sie mit Abstand die Besten, sind verdient Meister geworden.”

Alfred Hörtnagl (Rapid-Sportdirektor): “Rapid hat etwas Unglaubliches erreicht, vor der Saison wurden wir nicht ganz vorne eingereiht. Wir sind ein verdienter Meister, wir haben mit tollen Leistungen, wie dem 7:0 in Salzburg, Geschichte geschrieben. Vor eineinhalb Jahren war Rapid hinten drinnen, dann haben sich Peter Pacult und ich zusammengerauft und gute Entscheidungen getroffen. Einsatz, Wille, die Bereitschaft alles zu geben, spricht für die Mannschaft. Wir haben eine junge Mannschaft mit Potenzial für die Zukunft, das ist eine tolle Basis. Wir brauchen noch das O.K. von Stefan Maierhofer, um den Transfer realisieren zu können.”

Ümit Korkmaz (Rapid-Mittelfeldspieler): “Das ist eindeutig der schönste Tag meiner Karriere.”

Alfred Gusenbauer (Bundeskanzler): “Es ist ein tolles Fußballfest. Rapid ist nach einer Saison mit vielen Auf und Abs ein verdienter Meister. Seit ich weiß, dass es Fußball gibt, bin ich ein Rapid-Fan.”

Frenkie Schinkels (Kärnten-Trainer): “Rapid hat zu Hause immer den zwölften Mann, das ist ein großer Vorteil. Sie sind deshalb verdient Meister geworden.”

Michael Angerschmid (Ried-Interimstrainer): “Rapid war heuer spielerisch eindeutig die beste Mannschaft und hat sich den Titel daher auch verdient.”

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