Der Dresscode am Opernball - so vermeiden Sie Fashion-Fauxpas

Der Dresscode: So vermeiden Sie Fashion-Fauxpas am Wiener Opernball.
Der Dresscode: So vermeiden Sie Fashion-Fauxpas am Wiener Opernball. ©Andreas Tischler/APA
Wer den Wiener Opernball besuchen möchte, muss die genauen Kleidervorschriften beherzigen. Männer müssen einen Frack tragen, Frauen ein großes, langes Abendkleid. Wie Sie Fashion-Fauxpas am Ball der Bälle vermeiden können, erfahren Sie hier.
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“Ich treffe am Opernball auch immer eine deutliche Anzahl an Gästen, die nicht den Dresscode-Vorschriften entsprechend gekleidet sind”, berichtete Modeexpertin Irmie Schüch-Schamburek. Der schlimmste Mode-Fauxpas, der ihr in Erinnerung geblieben ist: “Eine österreichische Dame, die in einem Sari mit Flip Flops gekommen ist.” Damit so etwas nicht passiert, sollten sich Besucher im Vorfeld genau mit dem Opernball-Dresscode auseinandersetzen.

Der Dresscode am Opernball

Männer haben es in dieser Hinsicht einfach. Sie müssen einen Frack tragen. Aufpassen heißt es einzig beim Mascherl: “Das ist eine Stolperfalle. Dieses muss weiß sein und nicht schwarz”, mahnte Schüch-Schamburek, die auch die Autorin von Moderatgebern ist. Für die Besucherinnen gilt: Die Robe muss zumindest knöchellang sein und einen weiten Rockteil haben. Ein hautenges Kleid geht nicht, ebenso wenig eine Festtagstracht.

Wie pompös die Robe ist, liegt im Ermessen der Trägerin: “Wenn ein Opernballkleid so überladen ist, dass man darin ausschaut wie ein festlich geschmückter Christbaum, dann ist das stillos, aber nicht falsch gekleidet. Geschmacklich schreibt der Dresscode nämlich nichts vor”, erläuterte die Stilexpertin.

Aufpassen heißt es beim Dekollete – vorne wie hinten. Es gebe zwar kein bestimmtes Alter, wo sich offenherzige Einblicke nicht mehr schicken, aber: “Die Altersgrenze setzt die Hautqualität.” Prinzipiell gelte die Regel: “Je androgyner der Frauenkörper ist, desto mehr kann man die Tiefe und Länge des Dekolletes ausreizen.”

Freie Wahl bei Farbe, Schmuck und Schuhen

Sämtliche Freiheiten gibt es hingegen in Sachen Farben: “Es gibt keine Farbe, die beim Opernball verboten wäre.” Besonders im Trend sind in dieser Saison “Jewellery Colours”: Smaragdgrün, Rubinrot, Citringelb, Amethystlila und Blitzblau. Auch “Non Colours” wie Nude, Rosetöne, Beige, Kreide oder Anthrazit werden heuer häufig zu sehen sein.

Auch in Sachen Schmuck ist am Opernball eigentlich alles erlaubt, also echter und falscher – was hier zählt, ist die Qualität. Einziges No-Go ist die Armbanduhr. Nach strengen Dresscoderegeln sind bei eleganten Anlässen Frauen nur Schmuckuhren erlaubt, Männern Taschenuhren.

In punkto Schuhwerk hat Frau zwei Möglichkeiten: “Man muss zwischen dem korrekten und dem gelebten Dresscode unterscheiden.” Ersterem zufolge müssen die Schuhe vorne geschlossen sein, wobei es sich nicht zwingend um High Heels handeln müsse, auch flache Abendschuhe seien erlaubt. Zu diesem Outfit gehört auch eine Strumpfhose. Es habe sich aber vor allem in Österreich eingespielt, dass die Frau Abendsandalen trage, die vorne offen sind – diese natürlich ohne Strümpfe.

Auch ORF-Moderatorin Mirjam Weichselbraun präsentierte ihr diesjähriges Opernballkleid.

Schulterfreie Kleider am Opernball als Stolperfalle

Dabei könnten sich für Promis schulterfreie Outfits als Stolperfalle erweisen, warnte Schüch-Schamburek: “In einer unbedachten Bewegung bieten die Einblicke, die nicht beabsichtigt sind. Außerdem braucht man wirklich perfekte und schöne Oberarme.” Für die Modeexpertin ist der Opernball eine “Plattform, auf der sich die Persönlichkeiten fast exhibitionistisch offenbaren. Da ist dann wirklich von absoluter Geschmacklosigkeit bis zu großer Klasse alles zu sehen.”

Alle Infos zum Opernball 2013.

(APA/Red)

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