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Depeche Mode: Die 80er Jahre waren in Wien

©APA
Ein drehfreudiger Dave Gahan zeigte sich mit seiner 80er Jahre Kultband Depeche Mode am 3. Dezember 2009 in der Wiener Stadthalle. Eine präzise, aber extrem lautstarke Rockshow inklusive!
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Leggings, übergroße Pullis und Schulterpolster: Die Mode der 80er Jahre jagt trotz derzeitigem Revival bei den Kids so manchem immer noch Schauer über den Rücken. Ganz im Gegensatz zu jenen Bands, die damals groß wurden: Nach dem durchwegs gelungenen Konzert der Pet Shop Boys am Mittwoch im Gasometer hielten am gestrigen Donnerstag Depeche Mode in der lückenlos gefüllten Wiener Stadthalle Hof. Und hinterließen dort mit gestylter Show, Dave Gahan als drehfreudiger Diva und grenzwertiger Lautstärke ein begeistertes Publikum.

Depeche Mode live, das ist keineswegs eine sichere Bank – sondern kann auch ordentlich schief gehen. Mal abgesehen vom Tiefpunkt mit jenem gnadenlosen Konzert, das die Mannen in der Ausnahmestimmung des 11. September 2001 in der Wiener Stadthalle durchzogen: Längst besteht Depeche Mode live nicht mehr nur aus dem Bewachen von selbst abschnurrenden Synthiepop-Melodien aus den Keyboards, sondern bietet handgemachte, teils ziemlich straighte Rockmusik. Und die zündet keineswegs immer, auch wenn Gahan noch so gelenkig um den Mikrofonständer tanzt.

Gestern jedoch, im Rahmen der “Tour Of The Universe”, passte es. Als das Publikum nach knapp eineinhalb Stunden lauthals “Enjoy The Silence” sang (und damit den bis zum Ohrensausen hochgedrehten Verstärkern entgegenhielt), war klar: Dieses Depeche Mode-Konzert wird als Erfolg zu verbuchen sein. Vor so sinistrer wie optisch ansprechender Bühne mit einer riesigen LED-Wand, auf der sich Unglücksraben tummelten und eine überdimensionale Schreibmaschine Texte über Religion und Selbstfindung tippte, boten die Musiker Hits wie “Walking in My Shoes”, “It’s No Good” und “A Question of Time” dar. Auch die neuen Songs von “Sounds of the Universe” wurden brav akklamiert. Kristallklar der Sound, beißend die Rhythmen des österreichischen Tour-Drummers Christian Eigner und außergewöhnlich wie eh und je Gahans Stimme und Bühnenpräsenz.

Kleidungstechnisch sind Depeche Mode zwar wie gewohnt eine Herausforderung. So hat immer noch niemand Gahan darauf hingewiesen, dass man unter Gilets auch was anderes anziehen kann als Tätowierungen, und Gore hatte ein überdimensionales Glitzer-Jackett an und eine sternförmige Gitarre um. Aber als Band waren sie eine perfekt eingespielte, präzise Einheit ganz ohne jenen Hauch der Entfremdung, der die Band immer wieder an den Rand (egal wovon) brachte. Depeche Mode haben gezeigt: Aus den 80ern können auch wohlige Schauer kommen.

“It’s No Good” live in der Stadthalle Wien:

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