Demonstration gegen den Bau einer neuen Hofer-Filiale

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„Raus aus der Sackgasse“ – Mit diesem Slogan demonstrierten Anrainer in der Heigerleinstraße in Wien 16 gegen den geplanten Bau einer neuen „Hofer“-Filiale.

Die Aufregung bei den Anrainern ist groß, sie können die Vorgehensweise der „Mächtigen“ nicht verstehen. Grund der Empörung: In der Heigerleinstraße soll ein Supermarkt der Firma „Hofer“ gebaut werden. Für die sonst ruhige Zone, die auch einen Gemeinschaftsgarten und einen Spielplatz beherbergt, wird ein Verkehrsaufkommen von 2.000 Autos pro Tag erwartet (Verkehrerhebung eines Zivilingenieurs). Die besorgten Bürger befürchten nicht nur mehr PKWs und LKWs, sondern auch mehr Lärm, Schmutz, das unvermeidbare Abholzen der Bäume und ein erhöhtes Sicherheitsrisiko für Schulkinder und Radfahrer. Die Anrainer sind kompromissbereit und nicht prinzipiell gegen den Bau der geplanten Filiale. Sie fordern aber die verkehrsgünstigste und anrainerfreundlichste Lösung und Gesprächsbereitschaft seitens des Managements der Firma „Hofer“.

Nach dem Vorschlag der Bürgerinitiative soll die Einfahrt zur Filiale über die Paletzgasse führen. Otto Schütz, Sprecher der Bürgerbewegung, dazu: „Wir Anrainer fühlen uns übergangen. Wir wollen eine Einbindung in das Projekt, das vom Bezirk unterstützt wird, mit allen Wegen und Mitteln erkämpfen.“ Die Bürgerinitiative wünscht sich, dass „Hofer“ über die Pläne diskutiert und sich mit den Betroffenen über Alternativen unterhält. Einen runden Tisch habe die Lebensmittelkette aber abgelehnt.

Eva Weißmann, SP-Bezirksvorsteher-Stellvertreterin, zeigt Verständnis: „Man hat über das Projekt nicht diskutiert.“ Sie stellt sich jetzt als Vermittlerin zwischen den Parteien zur Verfügung: „Es liegt ein Gutachten vor, dass für die Variante Heigerleinstraße spricht. ‚Hofer‘ wollte keinen runden Tisch, weil die Emotionen hoch gehen und die Bewilligung des Baus bereits vorliegt. Das Projekt wurde jahrelang geplant.“ Mittlerweile gebe es aber Terminvorschläge. „In kleiner Runde“ soll den Bürgern erklärt werden, warum diese Lösung gewählt wurde. Sie sieht die Rolle des Bezirks nun darin, die „Kommunikation in Schwung zu bringen“ und der Firma „Hofer“ und den Betroffenen die Möglichkeit zu geben, in Dialog zu treten. Auf die Frage, ob es überhaupt noch eine Chance auf die Umsetzung einer anderen Alternative gibt, wusste Weißmann keine klare Antwort. Nun bleibt abzuwarten, ob der Dialog Früchte trägt.

Heigerleinstr., 1160 Wien, Austria

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