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Demo in Wien: 1100 Menschen fordern menschliche Asylpolitik

Rund 1100 Menschen demonstrierten am Donnerstag für eine Menschliche Asylpolitik.
Rund 1100 Menschen demonstrierten am Donnerstag für eine Menschliche Asylpolitik. ©APA/Herbert Oczeret
Am Donnerstag nahmen bei einer Demonstration für menschliche Asylpolitik rund 1.100 Menschen teil. Unter dem Motto "Baut Brücken, nicht Mauern" fand die Kundgebung bei der Wiener Reichsbrücke statt.
Bilder von der Demo

1.100 Personen haben laut Angaben der Polizei am Donnerstag in Wien für eine menschliche Asylpolitik demonstriert. Anlässlich der Konferenz zu Sicherheit, Migration und Entwicklung der EU-Innenminister hatte die Plattform für eine menschliche Asylpolitik zu einer Kundgebung unter dem Motto “Baut Brücken, nicht Mauern” aufgerufen.

Ärzte ohne Grenzen fordert geschützte Menschenleben

So lautete auch die Aufschrift eines 50 Meter langen Banners, das auf der Reichsbrücke in Wien entrollt wurde. Marcus Bachmann von Ärzte ohne Grenzen Österreich forderte in seiner Ansprache von der Europäischen Union in Anspielung auf den Slogan “Ein Europa, das schützt”, dass “zuallererst dafür Sorge getragen werden muss, für ein Europa zu sorgen, das Menschenleben schützt”. Denn, so Bachmann weiter: “Es wird über Seenotrettung gesprochen, als wäre das eine Option. Aber die Rettung von Menschenleben darf niemals optional werden.”

Erich Fenninger fühlt sich an 1938 erinnert

Volkshilfe-Chef Erich Fenninger erklärte gegenüber der APA, dass “er sich an die Zeit um 1938” erinnert fühle. Er befürchte, dass “die Lehren, die aus dem Faschismus gezogen wurden, langsam in Vergessenheit geraten”, so der stellvertretende Sprecher der Plattform für eine menschliche Asylpolitik.

Refugees For Refugees bedanken sich für Unterstützung

Der syrische Menschenrechtsaktivist Abdulhamid Kwieder und Fahim Baraki aus Afghanistan von Refugees For Refugees bedankten sich für die Unterstützung, die sie in Österreich bekommen hatten, vor allem seitens der Bevölkerung. Ihrerseits würden sie nun Neuankömmlinge unterstützen und ihre Erfahrungen mit ihnen teilen.

“Omas gegen Rechts” auch bei Demo dabei

Die Organisatoren der Demonstration zeigten sich erfreut über die “vielen Demonstranten aus den unterschiedlichsten Gruppierungen”, zu denen unter anderen die “Omas gegen Rechts” zählten. Die Veranstaltung wurde von Vertretern der Bürgerbewegung #aufstehn unterstützt und auch Faika El-Nagashi, Menschenrechtssprecherin und Landtagsabgeordnete der Grünen Wien, gehörte zu den Teilnehmern.

Person schlug auf Demonstranten ein

Laut Behördenangaben kam es zu einem einzelnen Zwischenfall am Ende der Kundgebung. Eine dem rechten Spektrum zuzuordnende Person sei auffällig geworden und daraufhin von der Polizei entfernt worden, hieß es auf Nachfrage. Einem Zeugenbericht auf Twitter zufolge hatte er zuvor auf Demonstranten eingeschlagen.

(APA/Red)

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