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"Das große Krabbeln" in Wien

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Insektarium in Schönbrunn soll Angst vor „Schrecken“ nehmen - Im Wiener Tiergarten sind größte und schwerste Insekten der Welt zu sehen.

Das „große Krabbeln“ hat im Wiener Tiergarten Schönbrunn am Dienstagvormittag Einzug gehalten. Direktor Helmut Pechlaner eröffnete das „Haus der Schrecken“, ein Insektarium mit 14 Terrarien, das hauptsächlich Heuschrecken beherbergt und „informieren, so wie Begeisterung für die Tiere wecken“ soll.

„Wir sind hier nicht die Geisterbahn vom Prater. Im ’Haus der Schrecken’ können Besucher viel über die Geheimnisse der faszinierenden Tiere lernen“, betonte der Tiergartendirektor bei der Eröffnung. Dem schloss sich auch die Kuratorin des Insektariums, Dagmar Schratter an: „Drei Viertel aller heute noch lebenden Tierarten sind Gliederfüßler. Es gibt etwa eine Million verschiedene Arten – Zeit, dass diese Tiere auch in Schönbrunn zu sehen sind“, erklärte die stellvertretende Direktorin. Das Wort „schreck“ habe übrigens nichts mit „erschrecken“ zu tun, sondern leite sich vom althochdeutschen „skreton“ ab, was „springen“ bedeutet.

Malaysische Riesengespenstschrecke misst bis zu 33 Zentimeter!

Ein Jahr lang wurde an diesem Projekt gearbeitet. Vor sechs Monaten begannen der Umbau und die Sanierung der ehemaligen Pelikan-Zuflucht, dem Burgenlandhaus. In weniger als zwei Monaten wurden die Terrarien auf 120 Quadratmetern errichtet und die Insekten konnten einziehen. Unter anderem ist mit der Grünen Riesengespenstschrecke das schwerste Insekt der Welt zu sehen (50 Gramm). Andere, wie etwa die Stabschrecken oder die Wandelnden Blätter, sind Meister der Tarnung. Ein wahrer Gigant ist die Malaysische Riesengespenstschrecke mit einer Körperlänge von bis zu 33 Zentimetern.

Finanziert wurde das „Haus der Schrecken“ von einem in den USA lebenden Auslandsösterreicher. Der 84-jährige Anton Schindler hat in Andenken an seine verstorbene Frau Valerie H. Schindler, die eine große Natur- und Tierfreundin war, die gesamten Kosten von 200.000 Euro übernommen. Schindler und seine Frau sind ihrer Heimat Wien immer verbunden geblieben. Die Schwedin Pernilla Plasonig, die das Insektarium in Vertretung von Anton Schindler eröffnet hat, meinte, Schrecken seien zwar bisher nicht der typische Anlass gewesen, einen Zoo zu besuchen. Das „Haus der Schrecken“ solle für Zoobesucher jedoch eine „Institution des Entdeckens und Erlebens“ werden.

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