Damen rittern um Führung im Wiener Tierschutzverein

gabriele-jacoby.at/APA
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Der Wiener Tierschutzverein bekommt bald wieder eine neue Spitze. Die Schauspielerin Jacoby und die Grün-Politikerin Petrovic stellen sich am 9. Mai der Generalversammlung.

Damenwahl beim Wiener Tierschutzverein: Nach einem einjährigen männlichen Intermezzo durch den Tierarzt Michael Antolini steht der Traditionsvereinigung nach der Dauerregentschaft von Lucie Loube wieder eine Chefin ins Haus. Grün-Politikerin Madleine Petrovic (51) tritt bei der Wahl am 9. Mai gegen die Josefstadt-Schauspielerin Gabriele Jacoby (64) an. Dabei betonen beiden Kandidatinnen, dass es beim Kampf Politik gegen Kultur fair zugehen soll.

Gelassen zeigte sich Jacoby im APA-Gespräch: “Die, die am besten prädestiniert ist, die wird es.” Diese Frage sollten andere entscheiden. Sie reiße sich jedenfalls um nichts und wolle mit allen gut sein, unterstrich die am 13. April 1944 geborene Tochter von Tanz-Ikone Marika Rökk: “Ich bin gebeten worden. Ich mache das nicht, um mich zu profilieren.”

Schließlich würde eine Wahl ihr gesamtes Leben umkrempeln, betonte das Frauerl von fünf Hunden. Ungeachtet dessen plant die Aktrice, eine äußerst aktive Präsidentin zu werden und jeden Tag vor Ort zu sein: “Ich werde mich um alles kümmern.” Wie lange sie gegebenenfalls an der Spitze des Tierschutzvereins bleibe, hänge dann ganz vom Klima ab. “Ich will keine Schlammschlacht.”

Auch ihre Gegenkandidatin Petrovic, Grüne Landeschefin Niederösterreichs, zeigt sich jovial: “Ich bin länger im Tierschutz aktiv, als ich bei den Grünen bin.” Und dabei habe sie es geschafft, mit niemandem im Tierschutz Spinnefeind zu sein. Sie habe sich zu Kandidatur entschlossen, da nicht mehr viele Menschen in der Lage seien, zwischen den Fronten zu vermitteln.

Die Grüne traut sich die durchaus schwierige Aufgabe im Tierschutzverein durchaus zu: “Ich war sehr oft Troubleshooterin.” Ihr Ziel sei, dass das Flaggschiff der Tierschutzbewegung wieder ökonomisch gut dastehe. Deshalb arbeite sie auch nur im Team mit dem Sanierer Erhard Grossnigg, dem sie seit langem verbunden sei. Dieser ist Leiter der “Wiener Tierschutzhaus Betriebsgesellschaft”, welche für die ökonomischen Aspekte des Tierschutzhauses verantwortlich zeichnet.

Petrovic, wie Jacoby Besitzerin von fünf Hunden, will am 9. Mai nach eigenen Angaben mit einem Team kandidieren, zu dem auch einige bekannte Gesichter gehören. Darunter werde sich auch Alt-Präsidentin Loube finden. Noch-Präsident Antolini, der derzeit eine Kollision mit einem Pferdehuf auskuriert, könne sich nach seiner Genesung ebenfalls gerne wieder beteiligen.

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