Cybermobbing bis zum Selbstmord

Der Boom von Social Networks und Web-2.0-Plattformen hat auch seine Schattenseiten und kann mitunter zu ernsthaften psychischen Problemen führen.
Student beging Selbstmord nach Sex-Video im Internet
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Cybermobbing etwa ist eines der eklatantesten Probleme, das besonders Jugendliche und Kinder betrifft. Ihre Medienkompetenz muss stärker gefördert werden, fordert die Stiftung Pro Juventute. Sie musste bereits “Hunderte Kinder” wegen Cybermobbing beraten und betreuen. Gerade in der Schule oder im Freundeskreis stoßen die Opfer immer häufiger auf die “modernen” Formen psychischer Gewalt – manchmal mit Todesfolge.

“Cybermobbing löst bei Kindern und Jugendlichen Wut, Trauer, Konzentrationsschwierigkeiten bis hin zu Suizidgedanken aus”, warnen die Experten.

Suizid auf Facebook ankündigen

Der jüngste Fall mit Selbstmordfolge in den USA unterstreicht den Handlungsbedarf von Politik, Schulen und Eltern. Nachdem ein heimlich gefilmtes Sexvideo eines homosexuellen Studenten in Ridgewood bei YouTube veröffentlicht wird, nimmt sich dieser das Leben, indem er von einer Brücke springt. Den Suizid kündigt der Betroffene zuvor noch bei Facebook an.

Mobbing im Internet nimmt dabei eine ganze Bandbreite an Formen an. Neben der Veröffentlichung peinlicher Informationen, Bilder und Videos sind Kinder und Jugendliche häufig mit der Verbreitung von Gerüchten und Beleidigungen über soziale Netzwerke konfrontiert. Aber auch der Aufbau vermeintlich vertrauensvoller Beziehungen unter falschen Identitäten ist den Beratern bei Pro Juventute nach eine Art des Mobbings. Anhand präventiver Workshops und Initiativen zur Medienbildung kann den Usern der richtige Umgang mit derartigen Inhalten vermittelt und ihre Medienkompetenz erhöht werden.

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